Katze angeschossen oder erschossen? Unbedingt Strafanzeige stellen! Oft herrscht die Meinung, gegen das Abschießen von Haustieren könne nichts unternommen werden. Er wäre erlaubt. Dies ist eine Fehlinformation. Egal, ob ein Nachbar oder ein Jäger die Katze erschießt oder anschießt. Hier besteht ein Straftatbestand. § 17 Ziff. 1 Tierschutzgesetz. Der "Schütze" muss nachweisen, dass es einen Grund gegeben hat, auf die Katze zu zielen. Diesen Grund gibt es nicht!

NEWS

Jäger jagen Katzen aus Spaß:

http://www.wildundhund.de/forum/viewtopic.php?f=48&t=69193&start=15

 

So tierlieb sind Jäger: Ein sechsjähriger Jagdhund ist nach einem Jagdunfall im Tierheim Surwold gelandet. Sein Besitzer wollte ihn nicht mehr, da der Hund zwar die Entenjagd überlebt hat, ihm der Schuss aus einer Schrotflinte jedoch das rechte Auge kostete.

Wir hoffen für diesen Hund, dass er ein super Zuhause bei nichtjagenden Menschen bekommt. Somit hätte er dann noch Glück im Unglück, dass er diesem Menschen nicht mehr dienen muss. (Quelle: Der Wecker, 11.12.11)

 

Gänseschießer an der Ems weiter unter Beobachtung. Eilert hat jetzt Verstärkung bekommen. Beweismaterial wie z. B. eine mit Bleischrot geschossene geschützte Blässgans. Die Jagd fand wieder bei schlechten Sichtverhältnissen statt. Die Polizei ermittelt. In einem PKW eines Jägers lag offen zu sehen Schrotmunition.

 

Endlich ein Klo für Gäste der Hubertusmesse

Bagband/Ostfriesland: Rotarier gingen in Bagband auf die Jagd, ebenso Mitglieder des Lionclubs und Ambassador. Der Erlös aus der Verknobelung der verluderten Tiere in Höhe von 600 EUR sind für das noch nicht vorhandene Klo gedacht. Wat´n Scheiß! (Quelle: OZ 11.01.11)

 

 

Petition für die Krähen!

http://www.openpetition.de/petition/online/rabenkraehenmassaker-das-ueberschlagen-und-klagen-der-getroffenen-tiere-erinnert-sie-an-gewaltver

FAKTEN (von Silke R.)
Es geschieht in aller Öffentlichkeit, das Lustmorgen. Jährlich werden in unseren
Wäldern laut Jagdstatistik Millionen von Tieren umgebracht (Jagdstrecke
2009/2010 4.755.402 Wildtiere und zusätzlich ca. 400.000 Haustiere, diese
erscheinen jedoch nicht auf der Jagdstrecke). Nachzulesen unter
http://www.jagd-online.de/datenfakten/jahresstrecken/?meta_id=256
 
Um die Jagd auf den Fuchs zu rechtfertigen, bringt man immer wieder Krankheiten
wie die Tollwut oder den Fuchsbandwurm ins Spiel. Jäger machen sich die Angst
der Menschen damit zu nutze. So entsteht ein Bild in der Öffentlichkeit, dass
die Jagd sinnvoll erscheint. Die Tollwut stellt allerdings, dank
Impfungsmaßnahmen, bereits seit Jahren garkein Problem mehr dar, s. hierzu auch 
http://de.wikipedia.org/wiki/Tollwut. Wer allerdings sehr große Angst vor
Tollwut hat, für den besteht die Möglichkeit einer vorbeugenden Impfung. Auch
beim Fuchsbandwurm ist die Gefahr einer Ansteckung für den normalen
Waldspaziergänger eher sehr gering. Wen es treffen kann oder wie hoch das Risiko
ist, erfahren Sie z.B. hier http://www.geocaching.de/index.php?id=12. Weitere 
mögliche Gründe für die Bejagung des Fuchses sind es, dass das Niederwild
geschützt werden muß. Sieht man sich jedoch die Jagdstrecke an, so fällt auf,
dass auf der Jagdstrecke 382.894 Feldhasen, 259.672 Wildkanninchen und 275.328 
Fassane von Jägerhand getötet wurden. Niederwild wird also offensichtlich vor
Füchsen geschützt, um von den Jägern geschossen zu werden. Interessant ist auch,
wovon sich ein Fuchs hauptsächlich ernährt
http://www.fuechse.info/index.php?navTarget=faq/15_nahrung.html#1.5.1.
 
Mit der gleichen Begründung wie beim Fuchs wird auch Jagd auf Hauskatzen
gemacht. Man muß das Niederwild vor den Katzen schützen, sehen Sie hierzu 
http://www.youtube.com/watch?v=ouoZ_VALgGA&feature=related  und 
http://www.youtube.com/watch?v=LQ8x5svCUv4&feature=related . Mal ganz ehrlich,
wie oft kommt es vor, dass Ihre Freigängerkatze mit einem Hasen, Wildkanninchen
oder einem Fassan nachhause kommt ???
 
Beim Bejagen des  Rehwildes liegt die Begründung darin, dass es zur Vermeidung
waldgefährdender Überhege der einheimischen "Schalenwildarten" Rehwild, Rotwild
und Gemsen notwendig ist. Jäger sind für die Hege verantwortlich, d.h. im Winter
wird dem Rehwild zugefüttert. So überleben auch die schwächsten Tiere den harten
Winter, es kommt zu einer größeren Population. Diese Population richtet im Wald
erhebliche Schäden an und muß dann wieder getötet werden. Diese Tiere ernähren
sich zu einem erheblichen Teil von den Knospen, Blättern und Nadeln junger
Bäume. Die Männchen der Hirschartigen beschädigen außerdem junge Bäume beim
alljährlichen Fegen ihres Geweihes. Die Hirsche schälen auch noch die Rinde
mittelalter Bäume; und sie beschädigen in der Brunft Sträucher und junge Bäume,
indem sie heftig mit dem Geweih darin herumschlagen. Humane Alternativen etwa
Drahtzäune, extra angepflanzte junge Bäume für Rehe, natürliche Feinde würden
dieses Problem deutlich verringern. Durch die Hege (Zufüttern) werden aber
bewußt Umstände geschaffen, die die Jagd rechtfertigen. Die Situation unserer
Wälder aber ist durch Immissionsbelastung, Klimaänderung, Zerschneidung und
waldbauliche Fehler schon äußerst kritisch, da können nicht noch zusätzliche
weitere Faktoren wie eine übergroße Rehpopulation geduldet werden. Unserer
Meinung nach, sollten strengere Maßnahmen gegen Immissionsbelastung,
Klimaänderung, Zerschneidung und waldbauliche Fehler durchgeführt und beseitigt
werden. Dadurch würden die Wälder ebenso effektiv geschützt werden. Aber
jemanden zu beauftragen eine Flinte in die Hand zu nehmen und auf wehrlose Tiere
zu schießen ist wohl schneller, einfacher und kostengünstiger, als die
Gesellschaft zu sensibilisieren und in die Verantwortung zu nehmen.
 
Ein weiterer Rechtfertigungsgrund zur Jagd ist oft die Äußerung, dass man
regulierend eingreifen muß. Die Praxis zeigt jedoch, dass die Natur ohne Jagd
keine Überpopulationen hervorbringt und dass das natürliche Gleichgewicht -trotz
fehlender Jagd - nicht gestört wird, s. hierzu z.B. den Nationalpark in der
Schweiz http://de.wikipedia.org/wiki/Schweizerischer_Nationalpark.
 
 
BEISPIELE AUS DER JÄGERPRAXIS:
Der Jäger nimmt es mit dem zielgenauen Jagen oft nicht so genau und verwundet
die Tiere, in unserem Fall das Reh, nur. Dann beginnt für das Reh der Kampf ums
Überleben. Der Jäger hetzt das Reh, oft stundenlang. Das Reh hat dabei
Todesängste, es möchte ja schließlich leben. Wenn das Reh vor Erschöpfung
zusammenbricht und der Jäger oder sein Hund es aufstöbert, wird das Reh entweder
vom Hund "abgewürgt" (eine sehr befremdliche und sachliche Umschreibung für "in
die Kehle beißen und solange die Luftwege einengen, bis der Tod eintrifft") oder
ab vom Jäger erschlagen oder erstochen. So ergeht es all abendlich den Rehen und
Wildschweinen. Material hierzu gibt es z.B. im Jägerforum
http://www.xxl-jagen.de/jagdforum/kurzwaffen/kurzwaffe_zur_nachsuche_von_rehwild_und_schwarzwild
 
Jagdhunde werden gerne in sog. Schliefanalgen (nach derzeitiger Erkenntnis sind
15 Schliefanlagen in NRW bekannt) trainiert. Vor der Öffentlichkeit versteckt,
trainiert der Jäger seine Hunde darauf, Füchse in ihren Bauen zu verfolgen und
sie entweder "herauszusprengen", sie dem Jäger also vir die Flinte zu treiben,
oder sie im Bau "abzuwürgen", also tot zu beißen. Die Schliefanlagen
funktionieren dabei folgendermaßen. die Hunde sollen hinter den Füchsen
herhetzen können, ganz wie in einem Bau. Zu diesem Zweck werden mehrere Gänge
aus Betonröhren oder Platten gebaut, die sich immer wieder an verschiedenen
Stellen treffen und zusammenlaufen. Über Schieber entscheidet der Jäger, wie
weit der Fuchs flüchten kann, wann und ob Hund und Fuchs aufeinander treffen.
Ein späteres Zusammentreffen ist gewollt und endet für den Fuchs mit starken
Verletzungen oder gar dem Tod. Sollte der Fuchs dem Hund gefährlich werden,
erschlägt oder erschießt der Jäger den Fuchs. Nach erfolgreichem Training geht
es für Jäger und Jagdhund nach draußen. Es wird dann ein Fuchsbau gesprengt (=
Füchse werden gewaltsam herausgejagd). Sollten dem Jäger die Welpen der
eventuell geöteten Fuchsmutter in die Hände fallen, werden diese erschlagen.
Siehe hierzu http://www.wir-fuechse.de/jagd/schliefanlage.htm
 
FAZITDie Jagd ist Tierquälerei und keine Notwendigkeit.
 
Die Jagd sowie die Jagdsprache (Stück = Anzahl getöteter Tiere, Luder =
getötetes Tier, was zum Anlocken von Raubwild dient ec.) sind ein Relikt des
Mitelalters und genau dort gehört die Jagd hin. Ganz sicher gehört die Jagd aber
nicht mehr ins 21. Jahrhundert, denn die Herrenzeit ist eine lang vergessene
Zeit und wir schreiben das Zeitalter des ethischen Tierschutzes.
 
Jagd ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit (Prof. Dr. Theodor Heuss,
1. Präsident der Bundesrepublik Deutschland)
 
 
FORDERUNG
Wir fordern "Natur ohne Jagd"
 
 
Weiteres Bild und
Textmaterialhttp://www.wir-fuechse.de/jagd/jaegerlogik/wie_jaeger_toeten.htm
 
 
Brillianter Leserbrief zur Jagd und Jäger im Mindener Tagesblatt:
 
Geschichtslastiger Blödsinn
Betr.: November ist Haupt- Jagdsaison
 
Ein Jäger vor der Kulisse der untergehenden Sonne - ein dpa-Bild mit
Symbolcharakter. Allerdings der dazugehörige Text, dass der November einer der
"Haupternemonate" des Jägers sei, zeugt von einer dramatisch versachtlichen
Gefühls- und Seelenkälte, die die tatsächliche Sinnfreiheit des Jagens durch
eine menschliche Unart des Wegsehens mit marlborohaft romantischer
Gleichgültigkeit regelrecht befeuert.
 
Menschen haben grundsätzlich die Möglichkeit, sich zu entscheiden, wem sie
sowohl gedanklich als auch im Handeln den Vorrang geben - dem Leben oder dem
Töten gleich welcher Gattung. Wenn der Jäger "Hasen ernten" geht, betreibt er
Seelenpoker für sich und seine Opfer aus unsterstem Niveau, oder wie könnte man
Lustmorden mit Freizeitcharakter noch anders nennen? Das ist Herrendenken längst
vergangen geglaubter Quasilegitimation der Gesellschaft und ihrer entsprechenden
Gesetze. In diesem Fall das Reichsjagdgesetz von 1934 des Reichsjägermeisters
und Naziverbrechers Hermann Göring. Das Ergebnis dieses mentalen
Abstumpfungsprozesses ist der gezielte Todesschuss nach der Pirsch mit einer
scharf geladenen Waffe öffentlich in Wald und Feld.
 
Rein theoretische Argumente? Dann fangen wir doch morgen praktisch damit an, die
Selbstjustizi der Jägerschaft in der gesamten Gesellschaft salonfähig zu machen,
die Judikative abzuschaffen und auch dann zu hoffen, das keiner etwas merkt und
alles gut geht. Dann wäre diese Gesellschaft auf des Jägers Augenhöhe. Lebewesen
per Schusswaffe zu "ernten", ist geschichtslastiger Blödsinn und ein
unzeitgemäßes Dominanzgehabe aus niederen Beweggründen.Die vermittelte und hier
kritisierte Begrifflichkeit "Haupterntezeit" der jagenden Menschen vermittelt
inhaltlich nich den Eindruck, im 21. Jahrhundert zu leben, sondern eber in einem
evolutionsfreien Raum.
 
Joachim Rohlfing

Petition gegen Schlagfallen noch bis 7.10.11

http://www.openpetition.de/petition/online/jagdwesen-verbot-von-schlagfallen-jeglicher-art

Wahlkampf in der Schweiz

wahlkampfinderschweiz.jpg

Rabenkrähen und Füchsen soll es an den Kragen gehen...

Zum Schutze der Wiesenvögel...Minster Sander: "Auch werden wir die Jägerschaft bitten, das Projekt zusätzlich durch jagliche Maßnahmen zu unterstützen". Ziel sei es, dass Füchse und Rabenkrähen gehindert werden, den Bruterfolg der Wiesenvögel zu gefährden.

http://www.jagderleben.de/minister-bittet-jaeger-um-mithilfe

 

flyerjagdtitel.jpg Mindestens  89.000 Flyer gehen ab Oktober in die Verteilung an die Bevölkerung. http://www.pro-iure-animalis

 

Abend für Jungjäger - Kreisjägerschaft Leer informiert über Jagdausbildung abendfuerjungjaeger.jpg

Hesel - Der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Leer, Manfred Willms, konnte bei einem Informationsabend auf Gut Stikelkamp 25 Jungjägeraspiranten begrüßen und machte in einer kurzen Ausführung die Bedeutung der Jagd in der heutigen Zeit deutlich. Im Anschluss daran stellte der Ausbildungsleiter Hans-Siegfried Rütten die anderen Ausbilder vor und beschrieb die einzelnen Module der Ausbildung, die am 5. Sept. beginnt und voraussichtlich im Februar des nächsten Jahres enden wird. (Neue Zeitung, 03.09.11)

Anmerkung: Manfred Willms konnte nur eine kurze Ausführung über die Bedeutung der Jagd in der heutigen Zeit geben. Da kann man eben in der heutigen Zeit nichts Bedeutendes zu sagen.

 

 

Gans hatte eine Schusswunde

Moormerland - Die Nonnengans , die im April am Randkanal in Neermoor mit einem offenen Splitterbruch am Flügel aufgefunden wurde und eingeschläfert werden musste, ist angeschossen worden. Das habe jetzt eine Untersuchung am Veterinärinstitut Oldenburg ergeben, teilte die Poliei mit. Die schwere und zunächst nicht als Schussverletzung erkennbare Wunde muss dem Tier mehrere Wochen bis Monate vor dem Tod zugefügt worden sein. Die Polizei hat ein Strafverfahren eingeleitet.

(General Anzeiger 2.9.11)

Anmerkung: Dieses Strafverfahren wird wie immer im Sande verlaufen, denn wer will und kann jetzt noch einen Täter finden?

 

"Tolle Ferienpaßaktion" beim Schützenverein Folmhusen

Schießen zum Kennenlernen für Kinder - nicht nur im Schützenverein Folmhusen, sondern bei allen Schützenvereinen im Landkreis Leer und über die Grenzen hinaus. Da werden ca. 20 zehn- bis zwölfjährige Kinder von einer Person betreut, die sich dann im Schießen üben. WOZU???? WAS IST DER SINN DIESER SACHE??

 

"Jagdstörung" Gänsejagd Ems: Berufung von Eilert Voß vom LG Aurich zurückgewiesen → http://www.wattenrat.de/2011/08/jagdstorung%e2%80%9c-gansejagd-ems-berufung-von-eilert-vos-vom-landgericht-aurich-zuruckgewiesen/#more-4340

 

Jagdstörung an der Ems: Eilert Voß ist wieder optimistisch: Berufungs-Urteil ergeht am 26. August 2011

Gerichtspräsident Hans-Otto Bartels: Naturschutz sei eben keine "Spinnerei".

Den ganzen Bericht gibt es hier:

http://www.wattenrat.de/2011/08/jagdstorung-an-der-ems-berufungsverhandlung-ohne-urteil/

berufunsgverhandlunglgaurich05aug2011.jpg

2. Fortsetzung Gänsefilmer und Gänseschützer Eilert Voß aus Emden

Urteil Jagdstörung: Eilert Voß geht in Berufung!

Näheres und Eilerts persönliche Worte:

http://service.gmx.net/de/cgi/derefer?TYPE=3&DEST=http%3A%2F%2Fwww.wattenrat.de%2F2011%2F04%2Furteil-jagdstorung-eilert-vos-geht-in-berufung-neues-spendenkonto%2F

 

Jäger-Lobby im Leeraner Kreistag stimmt mit 4 grünen Nein-Stimmen für die Verlängerung der Jagdzeit auf Rabenkrähen vom 1. Aug. bis 31. März einsch. Jahr 2015

Zuschauerin und Protestlerin Petra Meyer- Tautz kündigte juristische Schritte an, ebenso kündigte Mechthild Tammena von den Grünen eine Dienstaufsichtsbeschwerde an. Die Diskussion über den TOP Rabenkrähen dauerte über eine Stunde. Mailproteste, die zuvor bei den Kreistagsmitgliedern eingegangen waren, wurden als "nervend" bezeichnet. Selbst Frau Stevens-Kimpel von den Linken begründete ihre Zustimmung zur Jagdverlängerung mit "ihrer Hege von 20 Rabenvögeln".

Gerd Koch von der AWG mailte Frau Meyer-Tautz den folgenden Satz: "Wenn es nach meiner Fraktion ginge, dürften Krähen ganzjährig abgeknallt werden. Dieses Gefieder ist fliegendes Ungeziefer!"

P. Meyer-Tautz Schreiben an die Kreistagsmitglieder und zur Kenntnis an die Presse:

"Sehr geehrte Kreistagsmitglieder, Sie sollen am 07.04.2011 über einen Antrag der CDU-Fraktion Leer zur Verlängerung der Jagdzeit auf Rabenvögel abstimmen. Die Notwendigkeit einer solchen Maßnahme sieht der Jäger und Landrat Bramlage darin, dass die Population von Rabenkrähen überhand nähme, landwirtschaftlicher Schaden entstünde sowie Wiesenvögel und anderes Wild durch diese gefährdet seien. Ihnen allen sollte die unsägliche Aktion des Jäger e. V. Leer und der Imageverlust des Landkreises noch bewusst sein; Ihnen sollte aber auch bewusst sein, dass die Argumentationen der Mitglieder des Jäger e. V.  und des von ihnen und aus ihren Kreisen stammenden "Wissenschaftlers" Pohlmeyer seriösen wissenschaftlichen Untersuchungen nicht standhalten können noch entsprechen die "pohlmeyerischen" Ergebnisse der Biologie bzw. Genetik der Rabenvögel.

Das Land Niedersachsen hat zu dem Thema Rabenvögel mehrere wissenschaftliche Untersuchungen in Auftrag gegeben, die alle samt zu dem Ergebnis kommen, dass der Bestand von Wiesenvögeln nicht durch Rabenkrähen oder andere Prädatoren gefährdet ist, sondern durch die Zerstörung von geeigneten Biotopen durch die intensive landwirtschaftliche Nutzung und Entwässerung der Flächen. Wen wundert es, dass der Kreisjägermeister des Landkreises Leer, der zugleich Bauer ist, nicht die Schuld bei sich und seinen Kollegen sieht, sondern Vögeln zuschreibt, die seit Millionen von Jahren nichts anderes tun, als das, wozu sie geschaffen wurden: als natürliches Regulativ.

Die Behauptung, die Population von Rabenkrähen nähme zu, ist das Unsinnigste, was man sich überhaupt vorstellen kann. Jedes Tier benötigt neben dem Nahrungsangebot für die Aufzucht seiner Jungen eine gewisse Fläche. Diese ist - da die Welt sich nicht vervielfältigen kann - nicht beliebig multiplizierbar, d. h. die Anzahl der Brutpaare nimmt eher ab, weil u. a. auch mit der Zunahme der Ausweisung von Bebauungsgebieten die Biotope der Rabenkrähen sich verkleinern. Wenn die Beobachtung einer Ansammlung von Krähen auf einer bestimmten Fläche dazu dienen soll, damit einen Beweis für die Zunahme deren Population erbracht zu haben, kann dies nur als Beweis für die eigenen Dummheit oder die bewusste Verdummung der Bevölkerung bzw. der Kreistagsmitglieder angesehen werden: Bei einer Ansammlung von Krähen handelt es sich ausnahmslos um sogenannte Junggesellenschwärme, von denen wissenschaftlich belegt keine Bruterfolge zu erwarten sind!!! Diese Schwärme sind zudem nicht sesshaft, d. h. es sind "Zugvogelschwärme", die vor allem aus dem Osten kommen und nach ihrer Überwinterung auch dorthin wieder zurückkehren und Brutplätze nur dann einnehmen, wenn diese vorher "frei geworden" sind. Dies ist auch die logische Erklärung dafür, weshalb nach der Totschlagaktion des Jäger e.V.  Leer die Anzahl der Brutplätze gleich blieb: Jungkrähenpaare übernahmen die Plätze erschlagener Artgenossen!!

Rabenkrähen sind Aasfresser. Das heißt, wenn sie Silage-Folien anpicken, dann ist in der Regel davon auszugehen, dass darunter sich Aas befindet. Statt das Verhalten dieser Tiere sich zu Nutze zu machen, verfüttern Bauern wie der Kreisjägermeister ohne jegliche moralischen Bedenken Aas an Weidetiere mit allen sich daraus ergebenden genetischen Problemen. Die Aussage, die Silage verderbe durch dieses Anpicken, widerlegt sich durch die Beobachtung, dass die Bauern nach Entnahme der Silage überhaupt nicht daran denken, diese wieder ordnungsgemäß abzudecken.

Auch die Behauptung, Rabenkrähen seien für Niederwild gefährlich, ist in den Bereich der Verdummung einzuordnen. Rabenkrähen sind von ihrer Genetik her überhaupt nicht in der Lage, z. B. einen Hasen zu töten. Sie sind Aasfresser und als solche darauf angewiesen, dass Tiere bereits tot und aufgebrochen sind!!!!

Wenn Sie Ihre Zustimmung zur Verlängerung der Jagdzeit auf Rabenkrähen geben, dann tun Sie dies wider Ihrer Kenntnis und wider der seriösen, vom Land Niedersachen bezahlten wissenschaftlichen Studien. Sie tun dies auch wider dem Willen der Mehrzahl der Bewohner und Sie tun dies vor allem für die Interessen eines höchst zweifelhaften Vereines, dessen Taten nachweisbar ein sehr massives Ungleichgewicht in der Natur verursacht hat. Und Sie tun dies weiterhin für das zweifelhafte Vergnügen z. B. des Landrates Bramlage, der - wie er zu seinem 60. Geburtstag in der Presse so launig verkündete - zu seiner Entspannung Tiere tötet."

Anmerk: Die CDU-Vertreter Hedwig Pruin und Ulf Thiele bemerkten zu den von Frau Meyer-Tautz verteilten Krähenbroschüren, diese sowie die Genetik der Krähen sollten eingestampft werden.

 

1. Fortsetzung Gänsefilmer und Gänseschützer Eilert Voß aus Emden:

Emder darf keine Gänse warnen:

Weil er Nebelhupen blies, die Arme schwenkte und die Gänsejagd störte, muss  Eilert Voß 2000 EUR zahlen. So lautete das Urteil des AG Emden vom 29.03.11, ersatzweise 20 Tage Haft.  Dazu kommen die Anwalts- und Gerichtskosten. Eilert Voß beruft sich auf die gesetzeswidrige Jagdausübung der Jäger. Die Richterin hielt alle Einwendungen für rechtlich unerheblich. Die Höhe der Geldstrafe begründete sie deshalb mit der "Schwere der Tat". Selbst wenn sich die Jäger ungesetzlich verhalten hätten, dürfte der Naturschützer sie nicht bei der Jagd stören. Er hätte die zuständigen Behörden  oder die Polizei informieren müssen, heißt es in der schriftlichen Urteilsbegründung. Eilert Voß sagt, das habe er mehrfach getan. Aber entweder sind die Behörden nur zögerlich tätig geworden, oder die Polizei kam gar nicht. "Mir hat die Polizei gesagt, sie hätten keinen verfügbaren Einsatzwagen" sagt Voß.  (s. auch Bericht weiter unten)

Nach der Urteilsverkündung gab es verständnisloses Murren im Gerichtssaal, denn die Gänsejagd im Vorgelschutzgebiet ist selbst unter Jägern umstritten. Und das Petkumer Deichvorland ist Europäisches Vogelschutzgebiet. "Hier sollte die Jagd grundsätzlich verboten werden", fordert Manfred Knake vom Wattenrat. Unterstützt wird diese Forderung vom Nds. Landesverband der Ökologischen Jagd.  (Quelle: www.taz.de 30.03.11)

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hallo_niedersachsen/media/hallonds2497.html

Wer Eilert Voß finanziell unterstützen möchte, kann dies tun: Der Wattenrat hat für diese Prozesskosten (und evtl. weitere, wenn Eilert Voß in Berufung geht) ein Spendenkonto eingerichtet:

Konto: comdirectBank

BLZ: 20041155

Konto-Nr. : 492922005

Konto-Inhaber: Manfred Knake

Stichwort: Gänsewacht/Wattenrat

Es wird KEINE Spendenbescheinigung ausgestellt, die Namen der Spender werden nicht veröffentlicht!

 

Weser-Kurier am 28.03.11 (Auszüge)

Urteil erwartet: Jäger gegen Gänseschützer

Emden: Im erbitterten Streit zwischen Jägern und Gänseschützern an der Ems wird morgen eine Entscheidung erwartet. Nach dem Wattenrat forderten nun auch die Naturschützer von NABU und BUND ein Verbot der Gänsejagd in sensiblen Gebieten des Flusses. Beide forderten inzwischen die Jägerschaft zur Rücknahme der Klage gegen Eilert Voß auf. Diese sei für einen Verband unglaubwürdig, der selbst als Naturschutzverband anerkannt sei. "Uns fehlt ein klares Bekenntnis der Jägerschaft gegen unwaidmännisches und mit dem Jagdgesetz nicht vereinbare Praktiken, wie dies die Jagd auf fliegende Gänse insbesondere bei schlechten Sichtverhältnissen darstellt", so Uwe Schramm vom NABU-Regionalverband.

 

 

80 tote Greifvögel in einem Jagdbezirk - Jagdpächter wurde überführt

Video ansehen →

http://www.wdr.de/tv/tieresucheneinzuhause/sendungsbeitraege/2011/0313/00_greifvoegel.jsp?startMedium=338711&startPicture=/bilder/mediendb/tieresucheneinzuhause/video/2011/0313/110313_greifvoegel_ps.jpg&dslSrc=rtmp://gffstream.fcod.llnwd.net/a792/e2/mediendb/tieresucheneinzuhause/video/2011/0313/110313_greifvoegel_web-m.mp4&isdnSrc=rtmp://gffstream.fcod.llnwd.net/a792/e2/mediendb/tieresucheneinzuhause/video/2011/0313/110313_greifvoegel_web-s.mp4&qtSrc=http://wdr.vo.llnwd.net/e1mediendb/tieresucheneinzuhause/video/2011/0313/110313_greifvoegel_web-m.mp4&overlayPic=/tv/tieresucheneinzuhause/codebase/img/overlay_video.png&offset=0&red=fsstd-tv%2Ftieresucheneinzuhause&base=/tv/tieresucheneinzuhause/codebase/video/

 

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Fotos macht er - von Gänsen und von Jägern im Naturschutzgebiet

Im Dezember hat Jäger Take Hülsebus gegen Eilert Voß aus Emden und seine "Jagdstörungen" eine einstweilige Verfügung erwirkt. Zwei Wochen später soll E. Voß dagegen verstoßen haben, weil er den Schützen durch Hin- und Herlaufen bei der Jagd gestört habe. Eilert Voß hingegen sagt, er hätte den Jäger nur auf seine Verstöße gegen das Jagdgesetz  aufmerksam machen wollen.

Am 01.03.2011 fand der Prozeß am AG Emden statt. Der Gerichtssaal war bis auf den letzten Platz besetzt. Tier- und Naturschützer und Jäger waren etwa zu gleicher Anzahl als Zuschauer anwesend. Richterin Angelika Brüggemann war erstaunt über das Interesse, das dieser Fall auf sich zog.

Hintergrund dieses Interesses ist seitens der Tier- und Naturschützer ein gefordertes Verbot der Gänsejagd im Naturschutzgebiet des Deichvorlandes des Weltnaturerbes Dollart an der Ems. Sie beklagen den illegalen Abschuss von geschützten Gänsearten durch die Jäger. So sollen diese lt. Eilert Voß im dichten Nebel, bei Schneetreiben und von Standpunkten, die selbst die Sicht des Jägers einschränken, auf Gänseschwärme zielen.

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Dabei werden nicht nur geschützte Gänse getroffen und getötet, sondern auch durch die Streuwirkung des Schrotes werden Gänse verletzt und verenden anschließend elendig oder haben verkrüppelte Flügel. Eilert Voß belegt seine Vorwürfe mit minutiösen Fotos.

Auch sei der klagende Jäger ohne zwingend vorgeschriebenen Hund angetroffen worden. Dieser erklärte dazu, dass der Hund sich wegen der Kälte im Auto befunden habe. Diese Aussage rief Gelächter bei den Zuschauern hervor.

Der Ökologische Jagdverein Niedersachsen-Bremen will die Gänseschützer unterstützen. Er fordert die Einschränkung der Jagd in Schutzgebieten bis hin zum Verzicht.

Auszüge aus Pressemeldungen zu dem Prozeß:

"Abertausende Wildgänse ziehen von ihren Schlafplätzen auf See zu den Weideplätzen im Deichvorland und im Binnenland. Heinz Hornung, Chefredakteur "Wild und Hund" zuckt´s bei diesem Anblick im Zeigefinger. "Frühmorgens im Dämmer, wenn die Gänse kommen...dann wallt das Blut"."

"Sogar aus Jägerkreisen kommt Kritik an der Gänsejagd. Es ist nicht sichergestellt, dass die Gänsejagd rechtlich einwandfrei und wirklich weidmännisch abläuft", meint Jürgen Oppermann vom Ökologischen Jagdverein Niedersachsen und Bremen. (www.taz.de)

Dominik Storr, Rechtsanwalt von Eilert Voß betonte, dass  der Standort, von dem aus der Kläger geschossen habe, lebensgefährlich sei. Er schieße von dort aus ins Nichts, und fügte hinzu, als Jäger und Anwalt des Klägers, Hermann Weerda, den Standort als geeignet bezeichnet: "Dann sollte man Ihnen sofort den Waffenschein abnehmen".

Die Beweisaufnahme hat indes nicht eindeutig geklärt, ob der Beschuldigte die Jagd auch nach der einstweiligen richterlichen Anordnung vom 7.Dez. 2010 gestört hat. Die Zeugen konnten dies nicht ausnahmslos bestätigen. Richterin Brüggemann will beiden Parteien die Möglichkeit einer schriftlichen Stellungnahme geben. Wie es weitergehe, wisse sie noch nicht, sagte sie am Ende der zweistündigen Verhandlung. Einen Entscheidungstermin setzte sie für den 29.03.11 um 10.30 Uhr an. (Emder Zeitung 02.03.11)

 

Auszüge aus dem Interview des General Anzeigers mit einem Mitarbeiter des Ordnungsamtes Leer: "Was will ein Jäger mit 50 Gewehren?"

GA: Es kommt tatsächlich regelmäßig vor, dass Sie etwas zu beanstanden haben?

Antwort: Leider, allein seit dem Jahresbeginn hatten wir 14 Fälle. Und es ist immer dasselbe: Die Leute verwenden falsche Schränke oder die Zahl der tatsächlich gefunden Waffen stimmt nicht mit den Angaben der Waffenbesitzkarte überein.

GA: Der Vater des Amokläufers wurde gestern zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten auf Bewährung verurteilt.

Antwort: Die Strafe ist viel zu gering. Auch ohne die schrecklichen Folgen in Winnenden müsste so ein Verhalten härter bestraft werden.

GA: In Leer wurde gerade ein 41 Jahre alter Jäger aus Westoverledingen verurteilt, der mehr als zehn Waffen und gut 800 Patronen überall in seiner Wohnung verteilt aufbewahrt hatte. Auch in diesem Fall wurde die Strafe von acht Monaten zur Bewährung ausgesetzt. Welche Signale gehen davon an Ihre Klientel aus?

Antwort: Die Waffenbesitzer wissen natürlich, dass das Urteil für den Jäger aus Westoverledingen weitere Folgen haben dürfte. Der Mann ist jetzt vorbestraft. Wenn alles den normalen Gang nimmt, wird er seinen Jagdschein verlieren und seine Waffenbesitzkarte. So etwas macht schon Eindruck bei den Leuten.

GA: Haben Sie mitunter den Eindruck, dass Waffenbesitzer durch den ständigen Umgang mit Pistolen und Gewehren das Gefühl dafür verlieren, wie gefährlich die Dinger sein können? Oder ist das eine Unterstellung?

Antwort: Nein, für eine Unterstellung würde ich das nicht halten. Man kann solche Entwicklungen tatsächlich beobachten. Richtig nachdenklich macht mich aber, dass für Jäger keine Höchstzahl an sogenannten Langwaffen - Gewehren also - vorgegeben ist. Dabei brauche ich für die Jagd höchstens fünf Gewehre. Damit sind alle Bereiche abgedeckt. Ein Jäger darf maximal zwei Pistolen oder Revolver haben, bei Gewehren aber gibt es keine Obergrenze. Es wundert mich, dass der Gesetzgeber da nichts unternimmt.

GA: Ist das bei Sportschützen und Sammlern anders?

Antwort: Ja, Sportschützen müssen, wenn sie eine weitere Waffe haben wollen, das zusätzliche Bedürfnis nachweisen. Und Waffensammlern wird ein aufwendiges und teures Verfahren samt Gutachten abverlangt, in dem sie ihre Absichten ebenfalls haarklein begründen. Man darf sich nicht einfach Sammler nennen und in den nächsten Waffenladen rennen. Es gibt im Kreis Leer nur eine Handvoll Sammler, aber wir haben Jäger, die horten mehr als 50 Gewehre. Da fragt man sich: Was wollen die damit?

Info: Allein im Kreis Leer mit rund 165000 Einwohnern sind 11384 legale Schusswaffen registriert: 9357 Gewehre und 2027 Pistolen. Der Großteil - 5139 - gehört Jägern. Sportschützen haben 735 und Sammler 387 Waffen. Insgesamt 4738 Waffen werden dem sog. Altbesitz zugerechnet: Die Besitzer der Waffen ließen sie im Jahr 1973 nach einer Reform des Waffengesetzes registrieren. Zuvor mussten Gewehre und Pistolen in Deutschland nicht eingetragen werden. (GA 11.02.11)

Großes Waffenarsenal wurde eingezogen

Justiz- Angeklagter Landwirt wegen unerlaubten Waffenbesitzes verurteilt

Das Waffenarsenal eines 41-jährigen Landwirts und Jägers aus Westoverledingen las sich wie der Katalog eines Waffenhändlers. Der Angeklagte legte in letzter Minute ein Geständnis ab.

Acht Monate Freiheitsstrafe auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt und eine Geldstrafe in Höhe von 2000 EUR so lautet das Urteil. Außerdem werden die meisten seiner Waffen eingezogen.  Insgesamt wurden bei dem Angeklagten mehr als zehn Waffen sowie 809 Patronen gefunden, die er ohne die notwendige Waffenerlaubniskarte im Besitz hatte. Vor allem aber schlug zu Buche, dass er die Waffen nicht ordnungsgemäß aufbewahrt hatte. Die Liste der bei dem Landwirt gefundenen Waffen liest sich wie ein Ausschnitt aus einem Katalog eines Waffenhändlers. Sie reicht von einigen wenigen Jagdwaffen über Pistolen, Revolver, Karabiner, Büchsen und Flinten-Karabiner bis zur Pump-Gun.

Beinahe in letzter Minute hatte sich der Angeklagte entschlossen, ein volles Geständnis abzulegen. Zuvor hatte er noch behauptet, ein Teil der Waffen sei ihm untergeschoben worden. Sie wurden in der Zwischendecke über seiner Werkstatt gefunden, verteilt in Kisten und Schubladen im Wohn- und Schlafzimmer sowie in einem unverschlossenen Waffenschrank.

Ob und wann er seinen Jagdschein und die Waffenbesitzkarte wieder erhält, entscheidet die Jagdbehörde. Auf die Frage, wofür ein Jäger so viele Waffen braucht, meinte der Angeklagte: "Mir gehören nur fünf, die anderen waren geliehen". (GA 09.02.11)

Winnenden Prozess

Bewährung für Vater des Amokläufers.

Der Vater des Amokläufers von Winnenden ist zu einem Jahr und neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Jörg K. habe nicht nur gegen dads Waffengesetz verstoßen, sondern sich auch der fahrlässigen Körperverletzung in 14 Fällen strafbar gemacht. Eine Baretta und 285 Schuss Munition haben in der Wohnung herumgelegen. Der Sohn Tim K. tötete 2009 mit dieser Waffe 15 Menschen und sich selbst. Die Tat sei für den Vater erkennbar, vorhersehbar und vermeidbar gewesen. Die Familie habe gewusst, dass der Sohn bei seinem Vorstellungsgespräch im psychiatrischen Klinikum Weinsberg über seine Tötungsfantasien sprach. Trotzdem habe Jörg K. versucht, seinen Sohn für den Schießsport zu begeistern. Das Aktonsbündnis "Amoklauf Winnenden" wandte sich in einem offenen Brief an die Öffentlichkeit mit der Forderung nach einem generellen Verbot großkalibriger Schusswafen in Privathaushalten. (GA 11.02.11)

Winnenden Prozess

Vater des Amokläufers entschuldigt sich.

 "Fühle mich verantwortlich - All das tut mir leid. Dass sie ihre kinder und Männer verloren haben, dafür möchte ich allen Hinterbliebenen mein Mitgefühl aussprechen" sagte er. (GA 02.02.11)

 

Waffenbesitzern stärker auf Finger schauen

Der Landkreis Leer kontrolliert die korrekte Lagerung von Gewehren und Pistolen. Im vergangenen halben Jahr wurden zahlreiche Verstöße festgestellt. Ein Bußgeld von bis zu 10 000 EUR kann verhängt werden.

Der Landkreis Leer will gegen Verstöße bei der Aufbewahrung von Waffen konsequenter vorgehen. "Es wird durchgegriffen", sagt Maike Duis, Sprecherin des Landkreises. Von Bußgeld in Höhe von 10 000 EUR ist die Rede. Der Grund: Der Kreis kontrolliert seit einem halben Jahr die korrekte Lagerung der Schusswaffen - und hat mehrere Verstöße festgestellt.

Insgesamt wurden von der Behörde rund 2500 Fragebögen an Besitzer von Gewehren, Pistolen und Co. zur Lagerung der Schusswaffen im gesamten Landkreis verschickt. Kurz darauf begannen drei Mitarbeiter der zuständigen Behörde mit Hausbesuchen. Mit einem zum Teil erschreckenden Ergebnis. Viele Waffen seien nicht vorschriftsmässig aufgewahrt. "Dies sei bei Besitzern, die die Waffe geerbt und erst einmal auf den Dachboden gelegt haben, unter Umständen noch nachvollziehbar" sagt Duis. Kein Verständnis habe der Kreis jedoch, wenn selbst Sportschützen und Jäger sich nicht an die Vorschriften halten. Insbesondere nach dem Amoklauf von Winnenden im März vor zwei Jahren mit insgesamt 16 Toten hätte der Landkreis erwartet, dass die Waffenbesitzer sensibler geworden seien.

Im Kreis sind rund 11 000 Schusswaffen registriert.

Bislang haben die Mitarbeiter der Waffenbehörde des Kreises an mehr als 210 Haustüren geklopft - und mussten 30 Verstöße registrieren. "Es wird auf die Fehler hingewiesen, und natürlich gibt es dann auch eine zweite Kontrolle" sagt Duis. Rund 20 Waffen seien bereits eingezogen worden. "Allerdings", sagt die Sprecherin des Landkreises, "sind da auch Schusswaffen dabei, die die Besitzer abgeben wollten".

Die Kreisverwaltung weist darauf hin, dass eine unsachgemäße Lagerung eine Ordnungswidrigkeit darstellt, in schweren Fällen sogar eine Straftat. Bei Verstößen drohe Waffenbesitzern neben einem Bußgeld auch der Widerruf der Besitzkarte, für Jäger auch die Abgabe des Jagdscheins.

Nach Angaben der Behörde sind im Kreis rund 11 000 Schusswaffen registriert, die ebenso wie die Munition vorschriftsmässig gelagert werden müssen. Der Landkreis hat dazu eine Infobroschüre heraugegeben. (GA 27.01.11)

Waffen eines 19-jährigen wurden vorläufig eingezogen

Justiz - Gericht stellt jedoch Verfahren gegen den Fehntjer wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ein. Der Angeklagte hat einen Waffenschein und eine Waffenbesitzkarte. Polizeibeamte hatten in seiner Wohnung sieben Gewehre und jede Menge Munition offen herumliegend gefunden.

Leer/Rhauderfehn/MZS - Das Verfahren wurde eingestellt, allerdings wurden die Waffen und die Munition eingezogen, zumindest vorübergehend. Am 12. Mai war auf Anordnung der Staatsanwaltschaft die Wohnung nach Waffen durchsucht worden. Sieben Waffen mit dazugehöriger Munition fand man lose herumliegend in fast der ganzen Wohnung. Außerdem besaß der Jugendliche genehmigungspflichtige sog. Vogelschreckmunition, die er auf dem Flohmarkt erstanden haben will. Er habe nicht gewußt, dass diese Munition genehmigungspflichtig sei. Mit 17 Jahren hat er den Jagdschein erworben. Der Jugendliche ohne Einkommen hatte ein Grundstück geerbt. Von dem Verkaufserlös habe er sich die Waffen gekauft. (GA 12.10.10)

Vater trainierte Amokläufer an Tatpistole

Winnenden-Prozess

Winnenden/Stuttgart/EPD - Der Vater des Amokläufers von Winnenden soll mit seinem Sohn an der späteren Tatwaffe trainiert haben. Bei einer Polizeivernehmung habe der angeklagte Vater eingeräumt, viermal mit Tim K. am Pistolenstand eines Schützenvereins mit der Waffe geschossen zu haben, sagte ein ermittelnder Kriminaloberkommissar der Waiblinger Polizei am Donnerstag im Prozess am Stuttgarter Landgericht.

Der Vorsitzende des Aktionsbündnisses "Amoklauf Winnenden", Hardy Schober, äußerte nach der Verhandlung, Tim K. sei höchstwahrscheinlich noch viel öfter beim Training gewesen. Das habe er von einem Mitglied des Schützenvereins erfahren.

In dem Prozess soll geklärt werden, ob Tims Vater eine Mitschuld an dem Verbrechen trägt. Der 51-jährige wird beschuldigt, die Tatwaffe unverschlossen aufbewahrt zu haben. Sein 17-jähriger Sohn hatte mit der Pistole am 11. März 2009 an der Albertville-Realschule in Winnenden bei Stuttgart neun SchülerInnen und Schüler sowie drei Lehrkräfte erschossen. Auf der Flucht tötete er drei weitere Menschen, bevor er sich das Leben nahm. (GA 24.09.10)

Amoklauf: Eltern der Opfer klagen

Justiz Verfassungsbeschwerde gegen Waffengesetz eingereicht

Karlsruhe/DDP - Eltern von Opfern des Amoklaufs von Winnenden haben am Mittwoch in Karlsruhe Verfassungsbeschwerde gegen das geltende Waffengesetz eingereicht. Beschwerdeführer vor dem Bundesverfassungsgericht ist außerdem der Autor Roman Grafe als Sprecher der Initiative "Keine Mordwaffen als Sportwaffen".

Ziel der Beschwerden sei "ein Verbot aller tödlichen Sportwaffen" sagt Grafe. In den Verfassungsklagen werde gerügt, dass das Waffengesetz das Recht auf Ausübung des Schießsports in unzulässiger Weise über das Recht  auf Leben und körperliche Unversehrtheit  stelle. '"Durch das Waffengesetz werden Schulmassaker begünstigt".

Barbara Nalepa, die Mutter der in Winnenden ermordeten Nicole Nalepa, sagte unter Tränen, Waffen seien "zum Töten gemacht und kein Spielzeug". Ihre Tochter habe "ein Recht auf Leben gehabt". Mit der Verfassungsklage wolle sie ihre anderen Kinder beschützen".

Der 17-jährige Tim K. hatte im März 2009 bei seinem Amoklauf 15 Menschen erschossen und sich dann selbst getötet. Die Tatwaffe hatte er aus dem elterlichen Schlafzimmer entwendet. Tims Vater ist Sportschütze. (General-Anzeiger 22.07.10)

 

Ostfrieslands Jäger wollen wieder vermehrt jagen:

Manfred Willms aus Völlenerkönigsfehn, Vorsitzender der Kreisjägerschaft Leer, hält eine intensive Bejagung von Füchsen und Rabenkrähen für unbedingt erforderlich. Sie hätten keine natürlichen Feinde und könnten sich unkontrolliert vermehren. Im vergangenen Jahr wurden im Kreis Leer u. a. 555 Füchse erlegt. Außerdem schossen die Jäger 3480 Rabenkrähen, fast genauso viel wie im Jahr 2008. "Diese Vögel werden bei uns intensiv bejagt. Zum Glück", findet Willms. Willms und Kreisjägermeister Jan-Wilhelm Hilbrands aus Jemgum hätten gerne wieder das umstrittene "Pilotprojekt" Krähenfallen aus dem Jahr 2004, gegen das Tierschützer Sturm gelaufen sind und deshalb vorzeitig abgebrochen wurde. (Quelle: Der Wecker 21.4.10)

Leeraner Jäger klagen über zu viel Fallwild:

Artikel 1 aus der Ostfriesen-Zeitung: http://www.oz-online.de/index.php?id=542&did=27484

Artikel 2 aus dem General-Anzeiger vom 19.04.2010 gibt folgende Aussagen (online leider nicht zu finden):

Der Inhalt ist im Grunde der gleiche wie in der OZ. Kreisjägermeister Jan-Wilhelm Hilbrands und Manfred Willms, Vorsitzender der Kreisjägerschaft, sind der Meinung, es gebe zu viel Rehwild in den Revieren des Landkreises Leer, obwohl 60 Tiere mehr als im Jahr zuvor im Straßenverkehr getötet wurden. Deshalb ist nach ihrer Meinung eine erhöhte Bejagung notwendig. Willms: "Früher war das Rheiderland fast frei von Rehen. Jetzt findet man die Tiere überall". Die lange Frostperiode habe zwar den Rehen, aber den Hasen vermutlich kaum etwas ausgemacht. Wildkaninchen haben noch mit der China-Seuche zu kämpfen. Fasanenbestände haben sich lt. Willms erholt. "Davon sieht man wieder eine ganze Menge". Gänse und Ringeltauben hätten zahlreichen Nachwuchs. Willms: "Gerade bei den Gänsen werden wir wesentlich größere Strecken haben". Enorm sei die Entwicklung beim Schwarzwild. Willms weiß, dass im Raum Uplengen Wildschweinrotten mit 60 Tieren gemeldet wurden.  Und die Nutria breitet sich immer mehr aus. Willms hat Angst um die ostfriesischen Deiche. Auf die Rabenkrähe "haben sich einige Kollegen spezialisiert und sie erzielen gute Ergebnisse" so Hilbrands.

Streckenbericht im Jahr 2009:

737 männliche und 839 weibliche Rehe, 4940 Feldhasen, 306 Wildkaninchen, 555 Füchse, 163 Steinmader, 3123 Fasane, 4730 Ringeltauben, 999 Graugänse, 4742 Stockenten, 3480 Rabenkrähen, 1010 Elstern, 2 Damwild, 20 Wildschweine. (Quelle: General Anzeiger 19.04.2010)

 

Behörden kontrollieren nach neuem Waffenrecht

Bilanz: Insgesamt 432 Beanstandungen

Hannover/DDP (13.04.10) - Bei rund 3000 Kontrollen nach dem neuen Waffenrecht haben die niedersächsichen Behörden im vergangenen Jahr insgesamt 432 Beanstandungen festgestellt. Meist handele es sich um kleinere Mängel bei der Aufbewahrung, sagte Innenminister Uwe Schünemann (CDU) am Montag in Hannover. Daneben wurden 67 Ordnungswidrigkeiten gemeldet. In acht Fällen wurde derart stark gegen die Aufbewahrungsvorschriften verstoßen, dass ein Strafverfahren eingeleitet wurde. Durch das neue Waffengesetz ist es den Behörden möglich, verdachtsunabhängige und unangemeldete Kontrollen zu veranlassen. Nach der neuen Gesetzeslage müssen Waffenbesitzer zudem von sich aus die Behörde über die Aufbewahrung  ihrer Waffen informieren.

Mal wieder DAS LETZTE von den Jägern aus Barßel

155 Ringeltauben mussten im Februar 2010 sterben, weil sie Rapspflanzen schädigen (?). Hegeringleiter Rudi Schulte: "Wir führen die Taubenjagd alljährlich für einen guten Zweck durch. In diesem Jahr ist der Reinerlös der Jagd für die Jugendarbeit in der Gemeinde Barßel bestimmt. So sind wir nicht nur Heger und Pfleger (???Brüllend) und setzen uns auch noch sozial ein Unschuldig".

Anmerk.: Vielleicht hat ja mal jemand den Schneid, eine solche blutige Spende nicht anzunehmen.

ÖDP kritisiert Entenjagd in Steenfelde

"Dass Jäger die Enten abschiessen, die sich an den letzten offenen Wasserstellen sammeln, ist unfassbar. So ein Gebaren unterstreicht den wahren Wert des grünen Abiturs der Jäger", sagt Carsten Molitor, stellvertretender Kreisvorsitzender der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) LeerPapenburg.

01.02.2010

Er selbst habe leider erst am vergangenen Wochenende von dem
bedauernswerten Vorgang erfahren, so Molitor. Interessant sei in diesem Zusammenhang die Pressearbeit der Jägerschaft. Dort werde fortlaufend davon gesprochen, dass Tiere in dem strengen Winter ihren Energiehaushalt herunterfahren und sich Menschen nicht nähern sollten, um Tiere nicht zu schwächen.

"Wasser predigen und Wein trinken, so könnte man es  bezeichnen", findet das ÖDP-Mitglied, wobei das mit dem Alkohol natürlich ausdrücklich nur metaphorisch zu sehen sei. Das in der Presse Bekundete gelte allem Anschein nach zumindest nicht für die Jäger selbst. Wenn Tiere schwerlich Futter fänden und sich versammelten, scheine die Not der Schwachen, Ansporn für die Jäger zu sein, Stärke zu zeigen und auf die eine oder andere Art zu helfen.

"Allgemein betrachtet ist man gegen Mißstände in der Jagd ziemlich machtlos, da das antiquierte Jagdgesetz, Jäger mit weitreichenden Rechten ausstattet. Eigentlich sollte es jedoch jeden zum Nachdenken anregen, dass ein Gesetz heutzutage noch im wesentlichen Bestand hat, welches im Jahr 1934 in Kraft gesetzt wurde. Eine effektive und moderne Kontrolle der Jagd ist längst überfällig, aber bei der Gemengenlage wenig wahrscheinlich", so Molitor. Allerdings sei es sehr positiv zu werten, dass Medien und Bürger in letzter Zeit, speziell auch im Landkreis Leer, sehr viel Courage gezeigt hätten und nicht länger bereit seien wegzuschauen. Diese Entwicklung ist sehr ermutigend.

Folgendes war geschehen:

In Steenfelde (Landkreis Leer, Gemeinde Westoverledingen) beschwerten sich Anwohner über die Jagd auf Enten. Es war auf hunderte von Enten geschossen worden, die sich auf einem noch nicht zugefrorenen Teil eines Grabens versammelt hatten. "Bei Frost auf Enten zu schießen, sei nicht waidmännisch". Die Jagd wurde vom Jagdpächter und Hegeringsleiter bestätigt. Er erwiderte, dass die Jagdzeit  auf Niederwild und auf Enten erst am Freitag ende. Auch die Untere Jagdbehörde und Manfred Willms (Vors. Kreisjägerschaft) sehen keinen Verstoß.

(http://www.ga-online.de/?id=540&did=24405Ja, nee - is klar!

Betroffene Bürger empfehlen inzwischen, Strafanzeigen direkt an die Polizeistation Leer zu richten, da manch andere Polizeistation(en) von einem Jäger geleitet wird, so dass hier Anzweigen zwecklos sein sollen.

  

ÖDP warnt vor dem Aufbau tierischer Feindbilder und vor Polarisation

"Massive Stimmungsmache von Interessensgruppen sollen Kormorane und Gänse zum Sündenbock für eigene menschliche Verfehlungen machen", sagt Carsten Molitor, stellvertretender Kreisvorsitzender der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) LeerPapenburg.

21.01.2010

Mit großer Sorge betrachtet man in der ÖDP, dass sich Gruppen und Verbände, wie beispielsweise zuletzt auch der Bezirksfischereiverband für Ostfriesland (BVO), massiv gegen andere Naturschutzverbände positionieren. In diesem Fall geht es speziell um den Kormoran. Schon im Vorwort der aktuellen Mitgliederzeitung des BVO wird impliziert, dass dieser Vogel der Ausgewogenheit unserer Natur schade, wenn er nicht durch Abschüsse stark dezimiert werde. Der Landesfischereiverband Niedersachsen sieht in dem Kormoran gar den Schadvogel des Jahrzehnts mit einem Ausrufezeichen. Andere Verbandspräsidenten bitten die Politik gar darum, dass man der Negation der Demokratie in Naturschutzverbänden Einhalt gebieten solle, damit auch bei NABU und LBV (Landesbund für Vogelschutz) Recht, Ordnung und Sachverstand wieder eine Heimstatt fänden. Dazu gesellt sich dann auch ein Artikel aus der Zeitung "Niedersächsischer Jäger", in welchem von einem Selbstmord eines Kormorans durch Fressgier berichtet und der Kormoran als gefräßiger Wasserrabe tituliert wird. Angeblich soll er im Sauerland einen Rotbarsch verschlungen haben und daran erstickt sein.

"Wir in der ÖDP hätten einen Rotbarsch zwar eher im Atlantik vermutet als in einem Gewässer im Sauerland, aber das nur am Rande", schmunzelt Molitor und fährt fort, dass es für ihn nur schwer zu glauben sei, dass diese Art der Berichterstattung in der letzten BVO-Zeitung jeden Angler hat jubeln lassen. Die Natur sei schließlich nicht unser alleiniges Eigentum. Gerade Angler hätten nach seinem Empfinden oftmals, entgegen anderer Interessensgruppen, nicht diese Art von Einstellung, wo jegliches Handeln dem Menschen untergeordnet werden müsse und Tiere nur als Konkurrenz oder Trophäe gesehen werden.

Es ist sehr bedauerlich, dass hier Emotionalität und Ängste geschürt werden, die wissenschaftlichen Grundlagen entbehren. Aber das sei ja schon bei der Gänsejagd so gewesen. Der Artikel aus der Zeitung "Niedersächsischer Jäger", abgedruckt in der BVO-Zeitung, sei aufschlussreich über die Denkweise und Wahrnehmung einiger. Anstatt sich um Lösungsansätze Gedanken zu machen, stellt man Tiere als quasi-Monster dar, die sich aus reiner Fressgier gar selbst töteten. Es ist unbestritten, dass Kormorane einige Fische fräßen, aber die Skizzierung der Lebensweise und Gefährlichkeit hinke.

"Wie bei fast allem geht es hier sicherlich vordringlich um wirtschaftliche Interessen und um Befindlichkeiten von Teilen von Lobbygruppen, die in Allmacht über allem anderen stehen möchten. Dieses egozentrische Weltbild sollte eigentlich seit einigen Jahrzehnten überholt sein. Da man wenig Argumente besitzt, bedient man sich einiger Klischees und Vorurteilen. Zumindest ich kenne viele Angler, die einem Kormoran zuschauen und ihm nicht gleich den Tod an den Hals wünschen. Macht man den Kormoran beispielsweise für den Rückgang der Aalbestände verantwortlich, so ist das an den Haaren herbeigezogen, da die Schuld zum Großteil ganz klar beim Menschen selbst zu suchen ist. Schließlich gelten Glasaale als Delikatesse in beispielsweise Frankreich oder Spanien, was dem Bestand nicht gerade zuträglich ist", so Molitor weiter, der die gesamte Art und Weise der Diskussionskultur nicht nachvollziehen kann.

Nicht zuletzt sei es doch auch so, dass wir als Menschen zumindest eine Mitverantwortung für unsere gesamte Umwelt hätten. Unser oftmals rücksichtsloses Streben nach immer mehr, zerstört unverhältnismäßig die Lebensgrundlagen aller Lebwesen. Schlussendlich werde man zu der Erkenntnis gelangen müssen, dass Wachstum, Gier, Neid und Intoleranz ein Irrweg seien, der nur in eine Katastrophe münden kann. Leidtragende seien zuerst immer die Schwächsten, die man auch als Schuldige ausmacht, um von eigenem Fehlverhalten abzulenken.

 

 

Privilegien weder zeitgemäss noch angemessen - Kritik ÖDP fordert Konsequenzen nach Treibjagd am Huntsteert in Schortens

Nach der Kritik an den  Jägern, die am helllichten Tag im Schortenser Huntsteert-Park eine Treibjagd u. a. auf Enten veranstaltet hatten, fordert der Kreisgruppenbeauftragte der Ökologisch Demokratischen Partei (ÖDP), Ralf Lükensmeier, Konsequenzen: "Die Ausbildung und psychologische Eignung ist dringend der Zeit anzupassen und im Fall einer Wiederholung eines solchen Verhaltens sind ernste Konsequenzen zu ziehen".

Wie berichtet, hatten die Jäger Spaziergänger und Hundehalter erst unmittelbar vor der Jagd auf die Gefahr aufmerksam gemacht und aufgefordert, das Naherholungsgebiet zu verlassen. Lükensmeier kritisierte in einer Pressemitteilung, dass die Jäger einer Fehleinschätzung ihrer Bedeutung für die Gesellschaft erlägen. Das Jagdgesetz biete einer kleinen Gruppe überkommene Privilegien. Diese Privilegien seien weder zeitgemäß noch angemessen und bedürfen dringend einer Überarbeitung, so Lükensmeier: "Entweder die Jägerschaft übernehme eine gesellschaftliche Rolle und erfülle diese angemessen, oder sie müsse durch gut ausgebildete Kräfte ersetzt werden". (Quelle: NWZ 01.12.09)

Anmerkung: Ca. eine Woche zuvor hatte ein (?) Trophäengangster in der selben Gegend zum allgemeinen Entsetzen der dortigen Bevölkerung einen dort seit längerer Zeit beobachteten weißen Hirsch erschossen. Es wird höchste Zeit, dass diesen Irren die Waffen abgenommen werden! aujage

Polizei erschießt zwei Münsterländer eines Jägers

Die Tiere hatten einen unbeaufsichtigten Augenblick genutzt und sind verschwunden. In einem Privatgarten attackierten sie Kaninchen und erschreckten die Dame des Hauses dermaßen, dass diese die Polizei rief. Da die Tiere lt. Pressebericht auch aggressiv gegen die Beamten reagierten, erschossen diese daraufhin die beiden Tiere. Dem Jäger ist dies alles ein Rätsel. Er sei selber Jagdhundeausbilder und für ihn sei alles unvorstellbar. (Quelle: GA 5.11.09) Anmerk.: Wie fühlen sich wohl Privatpersonen, deren Hunde und Katzen von Jägern erschossen werden? Ob Herr Jagdhundeausbilder ST. aus Collinghorst das wohl nachvollziehen kann? Wahrscheinlich nicht. Und gibt es einen Unterschied zwischen Jäger-Hunden und Privatperson-Hunden, die Kaninchen attackieren? Wahrscheinlich wohl. aujage

Ostfriesland/Burlage: Statt Hasen den Begleiter getroffen

In Burlage kam es am Sonnabendmittag während einer Jagd zu einem tragischen Zwischenfall. Dabei wurde ein 21-jähriger Mann von Schrotkugeln schwer verletzt. Eine Jägerschaft war in der Nähe der Bergstraße unterwegs. Als auf einen Hasen geschossen werden sollte, kam es zu einem Querschläger. Ein Teil der abgegebenen Schrotladung traf dabei einen der Jäger am Unterarm, am Hals und am Auge. Er musste in ein Oldenburger Krankenhaus gebracht werden. Gegen den Schützen, einen 58-jährigen Jäger, wurde ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet. (Quelle: GA, 25.10.09)

In dem Zusammenhang:

ÖDP fordert verpflichtenden Schießleistungsnachweis für Jäger

"Jäger müssen dazu verpflichtet werden, alle 3 Jahre einen Schießleistungsnachweis zu erbringen", das fordert Carsten Molitor, stellvertr. Kreisvorsitzender der ÖDP. 26.10.09.

Naturgemäß lassen Reaktionsvermögen und Sehstärke mit zunehmenden Alter nach. Ein verpflichtender und im 3-Jahres-Rhytmus wiederkehrender Schießleistungsnachweis diene somit zum Schutz von Mensch und Tier, so Molitor. An den sich ereignenden Jagdunfällen sehe man, dass diese Regelung sinnvoll wäre. Auch der Nachweis der fachlichen Eignung solle nach Ansicht der ÖDP regelmässig überprüft werden.

"Wir diskutieren hier im Landkreis Leer seit Jahren angeregt über die Abschaffung der Jagdsteuer. Anstelle dieser Diskussion sollten wir lieber endlich über die Verbesserung des Jagdgesetzes sprechen. Die von der ÖDP geforderte Überprüfung der Schießleistung und der fachlichen Eignung der Jäger kann darin hervorragend als ein Punkt unter vielen dringlich zu verbessernden verankert werden", so Molitor.

Leer: Kritik an Abschaffung der Jagdsteuer

Als nicht nachvollziehbar bewertet die Leeraner Kreistagsabgeordnete Mechthild Tammena (Grüne) die geplante Abschaffung der Jagdsteuer, die am Donnerstag aller Voraussicht nach im Kreistag mehrheitlich geschlossen wird. Da eine solche Entscheidung gegen die Pflicht, alle Einnahmequellen auszuschöpfen, verstoße, erwartet sie ein Eingreifen der Kommunalaufsicht. Als Argument gegen die Steuer könne nicht herhalten, dass 260 Jagdpächter im Kreisgebiet bei rund 260 Wildunfällen im Schnitt einmal im Jahr im Auftrag des Landkreises tätig seien. Das sei hinnehmbar. Ähnlich sieht das Carsten Molitor (ÖDP), der feststellt, dass Grund- und Gewerbesteuern tendenziell erhöht würden und die Allgemeinheit belasteten, "wohingegen es ein Steuergeschenk für die Jägerschaft geben soll". Er weist darauf hin, dass es für Jäger ein Aneignungsrecht am Wild gebe und dass die Ausstellung einer Unfallbescheinigung in der Regel bereits mit Einnahmen verbunden sei. Molitor hielt es für viel wichtiger, dass zunächst das zum Teil noch aus 1934 stammende Jagdgesetz "neuzeitlich gestaltet wird". (Der Wecker, 18.10.09)

Oktober 09 In Deutschland besitzen 349.339 Bundesbürger den Jagdschein. Diese Zahl gab der Deutsche Jagdschutz-Verband (DJV) kürzlich bekannt. Niedersachsen hat die höchste Jägerdichte unter den Bundesländern. Auf einen Jäger kommen 134 Einwohner. Insgesamt gehen fast 59.000 Jäger auf einer Fläche von 47.614 Quadratkilometern ihrem Beruf oder Hobby nach. Bundesweit sind es rd. 340.000 Jäger. Die Mehrheit der nds. Jägerinnen und Jäger ist in der Landesjägerschaft Niedersachsen organisiert, die vor Ort durch die Jägerschaften der Landkreise vertreten ist. Die Ausübung der Jagd ist durch Bundes- und Landesgesetz geregelt. Danach ist das Jagen in Deutschland an das Eigentum von Grund und Boden gebunden. Der Gesetzgeber fordert aus wildbiologischen Gründen allerdings Mindestgrößen für Jagdreviere, so dass viele Reviere Eigentumgsgrenzen überschreiten. Diese werden häufig an Dritte verpachtet. (Wochenforum - Männerwelt, Sept. 09)

Ein Jäger schoss uns vom Rad!

Ehepaar schwer verletzt. Das Großkalibergeschoss zum Erlegen von Wildschweinen hatte zuerst den Unterschenkel des Mannes und dann das Kniegelenk der Frau zertrümmert, war dann durch das Bein gedrungen und unterhalb des Po`s der Frau ausgetreten. Ein Wunder, dass die Hauptschlagader nicht getroffen wurde. 10 Wochen Krankenhausaufenthalt und Reha für das Ehepaar mit vielen Operationen. Ob die Frau jeweils wieder volltags arbeiten kann, steht in den Sternen, der Mann ist immer noch nicht wieder arbeitsfähig, braucht noch weitere OPs. Für den Schützen gabs 90 Tagessätze Geldstrafe, die er akzeptierte, gegen den Entzug seines Jagdscheins hat er Widerspruch eingelegt.

- Bundesweit werden jährlich rund 800 Jagdunfälle bei den landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften gemeldet, ca. 30 von ihnen mit tödlichem Ausgang. Außerdem erlegen die etwa 350 000 deutschen Jäger nicht nur 5 Mill. Wildtiere pro Jahr, sondern "aus Versehen" auch 300 000 Haustiere wie Pferde, Kühe, Hunde, Katzen. Experten sehen darin den Beweis, dass viele Hobbyschützen auf der Pirsch grundlegende Regeln außer Acht lassen. Sicher auch ein Grund dafür, dass sich inzwischen mehr als zwei Drittel der Bundesbürger für ein Jagdverbot aussprechen.  (Bild der Frau 37/2009)

Juni 2009 Schärferes Waffenrecht.

Nach dem Gesetz, das am 18. Juni 2009 mit den Stimmen der Großen Koalition verabschiedet wurde, müssen Waffenbesitzer in Deutschland künftig mit verdachtsunabhängigen Kontrollen rechnen. Zudem drohen ihnen härtere Strafen als bisher, wenn sie ihre Schusswaffen nicht vorschriftsmässig aufbewahren. Für Besitzer illegaler Waffen wird eine Amnestieregelung eingeführt, damit sie ihre Waffen straffrei abgegeben können. Die Altersgrenze, ab der Jugendliche mit Großkaliber-Waffen schießen dürfen, steigt von 14 auf 18 Jahre. (GA 19.06.09)

Juni 2009 Minden: Gerichtsbeschluss schützt Kormoran

Der Kormoranbestand im Vogelschutzgebiet Weseraue darf nicht durch Tötung oder Vertreibung verringert werden. Das Verwaltungsgericht Minden hat heute eine entsprechende Klage der Weserfischereigenossenschaft Minden abgelehnt und damit eine Entscheidung des Kreises Minden-Lübbecke bestätigt. Die Genossenschaft hatte im August 2008 beantragt, den Kormoranbestand durch Tötung oder Vertreibung ausnahmsweise auch im EU-Vogelschutzgebiet verringern zu dürfen, da der Kormoran durch sein Fraßverhalten Fischbestände massiv schädige. Der Kreis Minden-Lübbecke hatte diese Anträge abgelehnt, da die vorgesehenen Maßnahmen den Schutzzwecken von Vogelschutz- und Naturschutzgebieten zuwiderliefen, weil sie auch andere Vogelarten störten.

Hege und Pflege oder pure Mordlust?

http://www.jagdvermittlung-wohlfahrt.de

 

26.04.09 "Zuviele Krähen

gibt es" meint lt. Pressebericht im Wecker Kreisjägermeister Jan-Wilhelm Hilbrands aus Jemgum. Nachdem 2008 insgesamt 3412 Vögel und in diesem Jahr "nur" 2900 Vögel abgeschossen wurden, plädiert er für eine Ausweitung der Jagd auf Rabenvögel. Vor vier Jahren hatte die massenhafte Tötung der Krähen im Landkreis Leer bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Nach Protesten von Tierschützern stellten die Jäger die über das übliche Maß hinausgehende Bejagung der Krähen aus. Weiterhin fordert der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Manfred Willms die Abschaffung der Jagdsteuer, da die Jäger dem Land etwas Gutes tun und das tote Wild von der Straße sammeln. Dass der Wildunfallbeteiligte jedoch 50 EUR an den Jagdpächter berappen muss, damit dieser das Wild mitnimmt und weiterverwertet, damit der Wildunfallbeteiligte für seine Versicherung eine Bescheinigung bekommt, wird nicht erwähnt. Sollen die Jäger doch mal die finanziellen Tatsachen auf den Tisch legen. Denn außer am Mordspaß muss doch sonst noch was dran zu verdienen sein am Töten der Tiere oder? Zur Unterstützung ihrer Forderung an Landrat Bramlage (ebenfalls Jäger) hatten sich die Jäger Landwirtschaftsminister Ehlen (auch bekannt als Verfechter der Legehennen-Käfighaltung) zu ihrem mörderischen Treffen eingeladen, der ganz dringlich zur Wachsamkeit gegenüber dem Schwarzwild (Wildschwein) riet.  Aus aktuellem Anlass zwei ziemlich "frische" Fotos aus dem Kreisgebiet dieser eben genannten Jägerschaft.

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Leserbrief zum Wecker-Artikel "Zu viele Krähen" vom 26.04.09 von Carsten Molitor, Kreisbeauftragter der ÖDP Leer

Betrachtet man die Berichterstattung von und über die Jäger, so hätte man den Wecker-Artikel anstatt mit "Zu viele Krähen" auch mit "Zu viele Tiere" betiteln können. Egal ob Rabenvögel, Rehe, Tauben, Hunde, Katzen, so scheint fast jedes Tier in den Augen der Jäger ein potentielles Problem darstellen und Schaden anrichten zu können. Die Lösungsansätze für mutmaßliche Probleme scheinen sich allerdings oftmals auf das Töten in unterschiedlichster Variante zu erschöpfen. Nach meiner Meinung vollkommen zu Recht haben die hiesigen Jäger bundesweit für Empörung gesorgt, als sie Krähen mit Fallen gefangen und barbarisch per Knüppel erschlagen haben. Die Jagdsteuer nicht zeitgemäß? Die schwarze Liste der Jägerschaft mit zweifelhafter Intention war dieses ganz sicher nicht. Das braunverwurzelte Jagdgesetz noch viel weniger. Letztgenanntes, auf dem Jahr 1934 basierend, ist in meinen Augen eine absolute Schande für jeden Bürger dieser Republik und hätte schon längst reformiert werden müssen. Über das Thema wer mit Waffen herunmläuft, wer wie treffsicher schießt, wer Tierarten nicht richtig unterscheiden möchte oder kann, unterlasse ich einmal jeglichen Kommentar. Über eine mangelnde politische Lobby können sich die Jäger jedenfalls nicht beklagen, wie auch aus dem Wecker-Artikel hervorgeht - was teilweise allerdings hier geschieht, kann in meinem Empfinden vieles sein, aber ganz sicher nicht christlich.

Wo sind die Beweise?

Artikel aus dem General-Anzeiger vom 28.04.09, in dem es u. a. heißt:

"Rabenkrähen müssen intensivst bejagt werden" und "Die Kreisjägerschaft Leer sieht auch die Ringeltaube als einen echten "Problemfall" an.

Diese Tiere machen sehr viel kaputt. Deshalb brauchen wir eine Ausweitung der Bejagung. Wenn wir unser Niederwild behalten wollen, müssen wir die Krähen intensivst bejagen, so M.Willms. 6555 Tauben haben die Jäger im vergangenen Jahr abgeschossen, im Jahr zuvor waren es nur 4266. Doch auch die starke Zunahme der Gänse werde von den Jägern mit gemischten Gefühlen gesehen. Die Schäden in der Landwirtschaft seien teilweise extrem, sagte der Kreisjägermeister." (Übrigens: das Wort "intensivst" gibt es in der dt. Rechtschreibung und Sprache nicht, soll aber wahrscheinlich die geplante Ausrottung der Vogelwelt ausdrücken.) aujage.

 

 

Mordwaffen statt Sportwaffen - Aufrüstung in Schützenvereinen (Panorama 26.03.09)

"Ein bisschen schießen, Tradition pflegen und hoffentlich einmal im Leben Schützenkönig sein. So präsentieren Schützenvereine gerne ihre scheinbar heile Welt. Doch unter dem Deckmantel des Sports tummeln sich in den Verbänden viele Waffennarren. Statt mit eher harmlosen Luftgewehren trainieren sie häufig - ganz legal - mit Großkaliberrevolvern, halbautomatischen Militärpistolen und Sturmgewehren. Lautstark wehren sie sich gegen eine Verschärfung des Waffenrechts und ihre Lobby macht Druck auf die Politik.

Dirk Eisenberg, Bundesjugendleiter des Deutschen Schützenbundes (DSB): Für mich ist es nicht klar, warum der Gesetzgeber das noch nicht geregelt hat. Für uns wäre es kein Schaden, wenn Waffen aus dem Polizei- oder Militärbereich für Sportschützen verboten werden".

Die Freiheit hat Grenzen:

Tu was du willst,

aber nicht auf Kosten anderer!

 

Fuchsjagd (Artikel General-Anzeiger 11.03.09)

Hier aus dem Artikel ein paar Auszüge, den restlichen Mist  (er)sparen wir uns:

Originaltext :

Für das kleine Fuchsloch hat der kleine Teckel gerade die richtige Kragenweite....Er kommt als ungebetener Gast, um den Bewohner des unterirdischen Baus herauszutreiben. Draußen wartet Herrchen Manfred Willms gemeinsam mit zwei weiteren Jägern - sie halten ihre Schrotflinten bereit. -Ende Originaltext  - (Anmerkung von aj: Drei + 1 Teckel gegen 1 Fuchs = was für Helden!)

Originaltext:

Kreisjägermeister Jan-Wilhelm Hilbrands hält die intensive Bejagung für absolut notwendig, um die Bestände an Niederwild und Wiesenbrütern zu schützen. Magnus Herrmann (NABU) relativiert jedoch das Argument der Jäger, die Fuchsjagd diene dem Schutz des Niederwildes und der Bodenbrüter: "Dort, wo es Bodenbrütern schlecht geht, sind andere Faktoren als der Fuchs viel entscheidender, z. B. die Zerstörung von Lebensräumen durch intensive Landwirtschaft".

Für den Waidgesellen ist aber ein weiteres Motiv durchaus von Bedeutung: Ein Fuchs weckt Leidenschaft. Denn er lässt sich nicht einfach abknallen. -Ende Originaltext - (Anmerkung aj: Lust am Jagen und Töten wird von Jägern immer wieder betont und auch die Freude, wenn der Mann das Tier erlegt hat.)

 

Leserbrief TeZett, 18.12.2008

Image der Jäger ist kein Wunder

Carsten Molitor aus Moormerland schreibt zu unserem Bericht "Heikler Start ins Ehrenamt":

"Von viel politischem Feingefühl zeugt es nicht, dass der Kreisausschuss einen Futtermittel-Vertreter und Jäger zum Naturschutzbeauftragten gewählt hat. Wenn ich einen Satz zum Verhältnis Jäger/Tierschützer wie "teilweise haben sich Spannungen aus Prinzip aufgebaut" lese, schwant mir Böses. Ich denke, dass jeder Tierschützer zurecht mit Argwohn auf die Jägerschaft schaut. Man erinnere sich nur an das Forschungsprojekt, in welchem Rabenvögel unselektiert in Fallen gefangen und zu tausenden mit Knüppeln erschlagen wurden. Auch die Vorgehensweise und Wortwahl rund um die schwarze Liste ist kaum in Worte zu fassen., Man liest zum Beispiel von Kapitalzugewinn diverser Dorffürsten durch Verkäufe von geschossenen Tieren an Händler, von der Gänsejagd ohne Hund, von Abschuss von Haustieren und von abzuarbeitenden Listen von Privatpersonen für einen Festtagsbraten. Kein Wunder, dass das Negativimage so fest an der ostfriesischen Jägerschaft haftet. Das bis heute im Kern erhaltene Jagdgesetz wurde im Jahr 1934 verabschiedet. Mir persönlich haftet dem Ganzen dann schon einmal ein braun-bitterer Beigeschmack an. Wieso man diesen durch eine grundlegende Neufassung des Gesetzes nicht wegwischt, verstehe wer will. In der Bevölkerung dürften sich nahezu 100 Prozent der Nicht-Jäger einig darin sein, dass ein Verbot der Bleimunition - siehe den TeZett-Artikel über vergiftete Seeadler - her muss. Die Legitimation, auf Haustiere zu schießen, muss ebenso wegfallen wie die Zwangsmitgliedschaft in Jagdgenossenschaften. Ein periodisch wiederkehrender Schießleistungsnacheweis der Jäger sollte selbstverständlich sein. Diese Liste wäre noch viel umfangreicher, würde hier aber den Rahmen sprengen. Fällt das inakzeptable Gesetz  und unterstützen die meisten Jäger den Mindestkonsens, dann wird es Spannungen in der jetzigen Form nicht mehr geben. Es wäre interessant, wie der Kreis-Naturschutzbeauftragte zu diesen Thematiken steht." 

link: www.witas.eu/jagd.html

 

Das Komitee gegen den Vogelmord e.V. berichtet in seinem Tätigkeitsbericht 2008 aus Deutschland u. a.über folgende Vorkommnisse:

Vogel-Jagdreisen im Ausland wurden auf der Messe "Hund und Jagd" angeboten. Das Komitee weist auf die regelmässigen Massaker hin, die deutsche Jagdgäste bei der Gänsejagd in Argentinien anrichten.

Eine mit Schrotschuss erlegte Kornweihe wurde in NRW gefunden. Anzeige wurde erstattet.

In Reken (Münsterland) wurde der Jagdpächter eines Reviers an seiner Greifvogelfalle überführt.

Am Dümmer (Landkreis Vechta) wird eine Gruppe Jäger dabei beobachtet, wie sie ohne die gesetzlich vorgeschriebenen Jagdhunde und zudem mitten im EU-Vogelschutzgebiet mehrere Gänse und Enten erlegen. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg ermittelt.

Was der Jäger abknallt, rettet der Mensch mit Herz fürs Tier:

"Hannover/LNI: Großes Glück hatte ein Wildschwein, das in den Mittellandkanal in Hannover gefallen war. Passanten hatten das Tier in einer Schleuse entdeckt und die Feuerwehr gerufen. Die Helfer konnten das Tier nicht betäuben - dann wäre es untergegangen. So mussten sie es vorsichtig mit einer Schlinge von einem Boot aus am Kanal entlang führen. 2 km weiter fanden sie eine Stelle, an der das Tier die Böschung hinauf klettern konnte. Das Wildschwein flüchtete sofort. 30.10.08"  Anmerkung: Bleibt zu hoffen, dass das Wildschwein auch weiterhin so viel Glück hat und keinem Jäger vor die Flinte läuft. aujage

 

 

 

Wölfe und  Jäger:

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,585259,00.html

Protest der Deutschen Umwelthilfe gegen Wildgänseabschuss in Niedersachsen:

Am Beispiel der Abschusserlaubnis für Bläss-, Saat- und Graugänse, die hierzulande ihre Winterrastplätze aufsuchen, dokumentieren die Provinzpolitiker in Hannover erneut ihre Ignoranz gegenüber allen Bekenntnissen zur internationalen Zusammenarbeit beim Schutz der biologischen Vielfalt (Rainer Baake, Deutsche Umwelthilfe - DHU). In Norddeutschland fänden nordische Wasservögel kaum mehr jagdfreie Rast- und Ruheplätze, vor allem auf die im Winter rastenden Bläss-, Saat- und Graugänse steige der Jagddruck permanent. Die Tiere brauchen dringend großflächige und jagdfreie Ruhezonen. Statt kleinstaatlicher Eingriffe wie jetzt in Niedersachsen sei in Deutschland zumindest für Wasservögel ein bundeseinheitliches Schutzkonzept überfällig. Von der neuen Jagdfreigabe in Niedersachsen sind acht Vogelschutzgebiete ausgenommen. Dies sei völlig unzureichend. Von 71 in Niedersachsen ausgewiesenen Vogelschutzgebieten seien mind. 16 als Rastgebiete  für die Gänse wichtig, darunter vor allem die Seen Dümmer und Steinhuder Meer. Die offizielle Begründung für die Jagdausweisung, wonach Gänsebestände und landwirtschaftliche Schäden gleichermaßen zunähmen, sind an den Haaren herbeigezogen (Frank Neuschulz, Leiter DHU). Die Bestandserhöhung bei Bläss-und Saatgänsen seit den 50er Jahren in Deutschland sei nach Überzeugung von Experten vor allem auf eine Verlagerung der Überwinterungsräume zurückzuführen. Während die zentraleuropäischen Winterbestände in Rumänien und am Kaspischen Meer zurückgingen, stiegen sie bei usn aufgrund milderer Winter und nährstoffreicher Nahrung an. Mittlerweile hätten sich die Bestände auf dem erreichten Niveau stabilisiert, aktuelle Zählungen der Jungvögel wiesen sogar auf ständig abnehmende Bruterfolge hin. In der Folge seien in den nächsten Jahren eher schrumpfende Bestände zu erwarten. Auf für die Eindämmung von Ertragsschäden auf landwirtschaftlichen Flächen durch Zugvögel sei die Jagdfreigabe ein völlig ungeeignetes Instrument. Bei flächendeckender Jagd werden die Vögel hin- und hergetrieben , sie verbrauchen mehr Energie, benötigen deshalb mehr Nahrung und suchen zur Nahrungsaufnahme statt Grünflächen im Nahbereich von Flüssen und Seen lieber großflächige Ackerflächen auf. Insgesamt bedeutet die Jagd auf Gänse auch eine massive Störung der Überwinterungsräume aller Rastvogelarten (Enten, Schwäne, Wasserläufer etc.). In der Regel würden wegen des Gebrauchs von Schrotmunition viel mehr Vögel verletzt als von den Jägern angegeben. Es bestehe zudem akute Verwechslungsgefahr zwischen der Blässgans und der kleineren, aber weltweit vom Aussterben bedrohten Zwerggans. Erste Vögel dieser Art, die in einem Wiedereinbürgerungsversuch  markiert freigelassen worden waren, fielen in Mecklenburg-Vorpommern der Jagd zum Opfer. Die Zeiten, zu denen die Jagd auf Wasservögel hierzulande zur Ernährung beitrug, sind unwiederbringlich Geschichte. Heute erfreuen Wildgänse die Menschen als touristische Attraktion und beleben die regionale Wirtschaft - z. B. in Nordrhein-Westfalen, wo die Jagd auf Bläss- und Saatgänse verboten ist. (OK am Sonntag 24.08.08)

Jäger erschiessen blutrünstige Wildschweine!

Hellseher, Landwirtschützer, Jäger und Polizist M. W. aus Ostfriesland wusste es schon im vergangenen Jahr. 2008 würden sie kommen, die Wildschweine, und nach Ostfriesland einwandern. Und er wusste auch, diese Bestien verstecken sich in Maisfeldern, fressen alles weg und durchpflügen auch noch Weideland. Frischlinge haben sie auch noch dabei und verteidigen diese aggressiv gegen Landwirt, Jäger oder Polizei, sobald diese das Maisfeld betreten.

Kurz und gut: diesem musste Einhalt geboten werden!

5 Wildschweine entdeckt, 5 Wildschweine abgeschossen. Naja, ist ja Grillzeit und bei dem vielen Gammelfleisch weiß man so wenigstens , was man hat. Und so ein kleiner übrig gebliebener Frischling ist ja auch ganz lecker. 5 Wildschweine und die dazugehörigen Frischlinge: heute muss bei uns kein Jäger mehr hungern!

(Glosse zum Artikel "Hilfe, die Wildschweine sind da" SonntagsReport Landkreis Leer 06.07.08) aujage

Der Österreichische Tierschutzverein berichtet:

"Anlässlich des Jägerballs sprachen TierschützerInnen aus, was die meisten Österreicher denken: Jäger zurück in die Steinzeit! Der Österreichische Tierschutzverein stellte mittels Transparente die Frage, die die Nation bewegt: WO SIND UNSERE BRAUNBÄREN? Jäger vor den Kadi! An den lautstarken DemonstrantInnen mussten die Ballbesucher, meit in PELZ gehüllt, notgedrungen vorbei, dass vielen dies ziemlich unangenehm war, versuchten sie mit einem feigen Grinsen zu verdecken. Das wird ihnen jedoch auch in Zukunft nicht viel helfen, denn laut aktueller Meinungsumfrage, die das renommierte Gallupinstitut im Auftrag des Österreichischen Tierschutzvereins und der Initiative zur Abschaffung der Jagd Österreich durchführte, lehnen mehr als zwei Drittel der ÖsterreicherInnen die Hobbyjagd ab! Und 70 % sprechen sich gegen den Abschuss von Hunden und Katzen aus! Zahlen, die sich nicht mehr schönreden lassen - es wird eng für die Jäger" www.tierschutzverein.at

Bundesregierung lehnt Kormoranregulierung ab

U. a. forderte der Jäger und Politiker Goldmann aus dem Landkreis Leer den Abschuss der Kormorane http://dip.bundestag.de/btd/16/030/1603098.pdf

Der Bundestagsbeschluss: http://dip.bundestag.de/dip21/btd/16/082/1608218.pdf

Die Antwort der Bundesregierung: http://dip.bundestag.de/btd/16/010/1601017.pdf

 

 Mehr als 2/3  der Bundesbürger treten in repräsentativen Umfragen für ein Verbot der Jagd auf wildlebende Tiere als Freizeitsport ein. Aktuelle wissenschaftliche Studien beweisen: Die Natur reguliert sich selbst. In unbejagten  Gebieten Europas finden Tiere und Natur wieder in ein Gleichgewicht. Dass die wahre Motivation für die Jagd die "Lust am Töten" und "Freude am Beutemachen" ist, geben die Jäger in den einschlägigen Jagdzeitschriften inzwischen offen zu.

Die Förderalismusreform gestattet es den einzelnen Bundesländern, vom Bundesjagdgesetz abweichende Regelungen für das Jagdwesen zu treffen. Und das ist dringend nötig, denn das Bundesjagdgesetz entspricht in seinen Grundzügen immer noch dem Reichsjagdgesetz von 1934 - erlassen von Hermann Göring, Hitlers Reichsjägermeister.

 

Neues von den ostfriesischen Ballermännern im April 2008:

So stands in der Presse: Jäger sammeln ein bischen Unrat, haben dann keinen Bock mehr (kleiner Scherz  -keinen Bock ) und lassen den Rest liegen. Dafür bekommen sie dann die Umweltnadel, weil sie mit behinderten Kindern (die können sich ja nicht wehren) auf die Pirsch gehen. Auch wurden mehrere  Tiertöter für 50 - 60 Jahre hinterhältiges Tiereabmeucheln ausgezeichnet. Bravo! Wahnsinnsleistung!!oder

Tiermörder unterwandern Schulen

Jäger erzählen Grundschülern Jägerlatein

Am Tag des Baumes im April 2008 pflanzten im Landkreis Leer Jäger mit Grundschülern Bäume und Büsche: Jägeroberhauptmann W. aus W.: "Die Hegebüsche der Jäger geben dem Wild  Ruhe und Deckung und bieten vielen kleineren Lebewesen Nischen zum Überleben". Bis dann hinterhältig sich die Jäger auf die Lauer legen und die von ihnen geschaffene "Artenvielfalt" am weiteren  Überleben hindern und abmeucheln. Dies erzählt dann auch   eine aktive stolze Jägerin und gleichzeitig, welch ein Zufall, Grundschullehrerin (übrigens Tochter des oben erwähnten Oberjägerhauptkommissars der Region) den Grundschülern, das Abmeucheln wird allerdings verschwiegen. - Die guten Jäger  (wers nicht erkennt: ein nicht "uniformierter" Jäger (also ohne Hose, wie oft auf Abbildungen zu sehen) mit Heiligenschein

Im Namen der Gemeuchelten: Rebekka

 Wieder ein Braunbär abgeschossen!

Protest:  http://www.vier-pfoten.de/jj3  

Ostfriesland 2. April 2008

Das Schreiben und die Unterschriftenlisten, die anlässlich der Demo (Aufhebung der Schonzeiten für Wildtauben und Krähenvögel) am 05.03.08  Herrn Landrat Bramlage (Landkreis Leer) übergeben wurden, ging abgestempelt an Natur ohne Jagd, Sektion Nord, mit dem Vermerk zurück, dass nunmehr das Land Niedersachsen zuständig sei. Folglich wurde das Schreiben mit den Unterschriftenlisten jetzt  zuständigkeitshalber an Minister Ehlen in Hannover übersandt.

 

Hier mal was Lustiges, geschrieben von einem Jäger an die organisierten Jagdgegner:

"ich würde mal sagen wenn man keine ahnung hat einfach mal die fresse halten jagd ist ein aktiver naturschutzt man sieht ja was man hat wenn es keine jagd geben würde die wildschweine laufen in berlin chon auf den starßen rum ist es das was ihr wollt das sie in bergen von müll aufwachsen?? ihr isst doch selber fleisch??? macht liber mal was gegen legepatzterien da werden hühner geqäalt bei der jagd kriegen die tiere einen sauberen schuss!!! wenn es zuviele füchse gibt fressen sie die ganzen hasen wollt ihr das? ich würde mal sagen ihr lasst eure scheiß aktion bringt ja eh nicht! und das nächstemal bessser im bio unterricht aufpassen!!! ich hoffe ihr lernt was draus!

(Original !!!!)

DKB-Bank vergibt Jagdteilnahme als Prämien:

www.dkb-plus.de/product_info.php/cPath/184_104/products_id/2650

www.dkb-plus.de/product_info.php/cPath/184_104/products_id/2651

Nordrhein-Westfalen gibt den Komoran zum Abschuss frei

Seine Ernährungsgewohnheiten brachten den Komoran bereits Mitte des 20. Jahrhunderts an den Rand der Ausrottung, denn die Fischereiwirtschaft sah ihn als Konkurrenten und bejagte den Wasservogel gnadenlos. Sein Überleben verdankt der Komoran einer massiven, eu-weiten Unterschutzstellung. Mittlerweile haben sich die Bestände erholt, mit bedeutenden Wachstumsraten wird nicht gerechnet. Aus diesem Grund erachtet die Bundesregierung das Töten der Komorane als nicht erforderlich und lehnt es als ethisch nicht vertretbar ab. Der Komoran gilt nach der europäischen Vogelschutzrichtlinie und nach dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) als bundesweit besonders geschützte Art. (Menschen f. Tierrechte, März 08)

Nach dem Antrag von CDU und FDP darf der Komoran nun ganzjährig und auch innerhalb von Schutzgebieten gejagt werden. Die Gegenanträge von SPD und Bündnis 90/Die Grünen lehnte die Landesregierung NRW ab.

www.arktische-wildgaense.de

Nabu protestiert heftig gegen Jagd auf Wildgänse im Rheiderland

Tiere Das Land gibt Nil-, Bläss- und Saatgänse zum Abschuss frei/Umweltschützer sehen darin einen Verstoß gegen EU-Recht

Ostfriesland/Hannover/LUP - Das Land Niedersachsen gibt Wildgänse zum Abschuss frei - für den Naturschutzbund (Nabu) ein Grund zu heftigen Protesten. Bislang galt für Nil-, Bläss- und Saatgänse eine ganzjährige Schonzeit. Mit den Stimmen von CDU und FDP hat der Landtag Ende 2007 beschlossen, das Jagdverbot für diese Arten teilweise aufzuheben. Matthias Bergmann, Geschäftsführer des Nabu Ostfriesland, ist fassungslos: "Das ist ein klarer Verstoß gegen geltendes EU-Recht". Dem widerspricht Dr. Gert Hahne, Pressesprecher im nds. Landwirtschaftsministerium. Mit der EU-Vogelschutzrichtlinie sei die zeitweise Bejagung von Wildgänsen sehr wohl vereinbar, sagte Hahne dem GA. Die Aufregung könne er nicht verstehen, so Hahne: Grau- und Kanadagänse würden "seit Jahrzehnten  bejagt, ohne dass es jemanden stört." Bläss- u. Saatgänse hingegen seien seit 15 Jahren nicht mehr bejagt worden. "Es gibt sie in Hülle und Fülle". Daher sei es nun an der Zeit, an die Landwirte zu denken, die sich mit Fraßschäden dieser Vögel herumschlagen müssten.

Nun ist es aber keineswegs so, dass die Landwirte an der Ems, auf deren Wiesen und Feldern im Winter zehntausende arktische Gänse äsen, über die Aufhebung des Jagdverbotes jubeln. "Das wird kaum Auswirkungen haben", meint Klaus Bofde (Oldendorp), Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Zweigvereins Niederrheiderland. Dazu seien die Bestände zu groß. Daher werden nach seiner Einschätzung die meisten Landwirte im Rheiderland am Vertragsnaturschutz festhalten. Ihnen wird vom Landesumweltministerium ein Ausgleich gezahlt, wenn sie auf ihren Flächen Wildgänse äsen lassen. Wo Vertragsnaturschutz gilt, werden Gänse selbstverständlich auch nicht gejagt. Für den Nabu sind die an der Ems äsenden Wildgänse von besonderer Bedeutung: Er vermarktet das Naturschauspiel touristisch, bietet Bustouren zu den Futterplätzen der Wildgänse im Rheiderland. (General-Anzeiger, 12.03.08)

 

Nordrhein-Westfalen: Greifvogelverfolgung und kein Ende

Im Januar und Februar 2008 haben Mitarbeiter des Komitees im Raum Düren und Heinsberg (NRW) wieder tote Greifvögel gefunden. Fünf mutmaßlich vergiftete Mäusebussarde lagen nebst Fleischködern im selben Revier, in dem es im Januar 2007 dem Komitee gelungen war, den Jagdpächter an seienr Greifvogelfalle zu filmen. Das Strafverfahren gegen den Mann läuft seither, mit einer Klageerhebung ist wohl im Frühjahr zu rechnen.

In Heinsberg wurden die Reste eines Bussards und mind. dreier Turmfalken entdeckt, in einem anderen Revier eine tote Taube an einer Stelle, wo im März 2007 eine mit Gift präparierte Taube gelegen hatte. Eine ebenfalls im Kreis Heinsberg tot aufgefundene Kornweihe muss noch untersucht werden. (Komitee gegen den Vogelmord v. 20.02.08)

 

05.03.2008 - Protestmarsch/Demo gegen die Jagd in Leer

Am 05.03.08 wird voraussichtlich im Kreistag entschieden, ob die Schonzeit für Tauben aufgehoben wird, ob die Krähenfallen wieder aufgestellt werden und ob die hier überwinternden Gänse zum Abschuss freigegeben werden. Vor diesem Hintergrund ist ein Protestmarsch zum Landkreis-Gebäude und eine Mahnwache vor dem Gebäude geplant.

14.00 Uhr Treffen am Denkmalplatz Fußgängerzone Leer. Protestmarsch zum Landkreis Gebäude. Mahnwache bis 16.00 Uhr 

  

Buchempfehlung: Wilhelm Pröhl:"Ein Forstunternehmer: Jäger, du bist hier unerwünscht!" Beschreibung s. Rubrik Tips/Interessantes

 

Auch hier gibt es Interessantes zur Jagd: www.tierschutzverein.at

Jäger empfinden Freude, nicht obwohl, sondern, da ein Individuum stirbt, eine Kreatur ein Ende findet. (Graf Schönburg)

 

Info und Petition gegen Zugvögel-Jagd: http://www.gaensefreunde.de/2.html

 

Zwangsbejagung

haben Sie eine Wiese, einen Acker oder ein Waldstück in Ihrem Eigentum, werden Jäger dieses Grundstück betretem imd dort ihre Schießstände errichten, Fallen aufstellen, Treibjagden veranstalten, Ihre Haustiere abschießen.

Möglichkeiten dagegen:

1. Sie zäunen Ihr Grundstück ein. Ein Jäger darf ein eingezäuntes Grundstück nicht betreten. Sollten Sie ihn dabei erwischen, dürfen Sie ihn "kräftig in den Arsch treten".

2. Beantragen Sie die Entlassung aus der Zwangsbejagung bei der Unteren Jagd-/Naturschutzbehörde. Wahrscheinlich werden Sie dort auf taube Ohren stoßen. Berufen Sie sich auf Ihre Menschenrechte und drohen Sie eine Klage beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte an. Die Adresse, wer Ihnen dabei hilft, bekommen Sie bei animal future e. V. - Machen Sie Ihr Grundstück zu einer Rettungsinsel für Tier und Mensch -!

 

 

Leserbrief:

HASE oder JÄGER, wer ist Herr über Land und Wiesen?

Am 12.01.08 fand ein gemeinsamer Spaziergang mit meiner Frau einen jähen Abbruch. Was war passiert? Einige Meter von unserem Haus entfernt, nahmen wir Jäger bei der Ausübung ihres Waidwerkes wahr. Ein Hase hatte sich entschlossen, sich ca. 15 m von uns entfernt in einer gedachten Linie zwischen uns und der Mündung des sich im Anschlag befindlichen Jagdgewehres zu bewegen. Nun sollte man doch glauben, der Gewehrlauf würde ruhen, bis wir uns aus dem Gefahrenbereich entfernt hätten. Doch weit gefehlt, der Schuss fiel sofort und wir sahen, wie der Hase in der gedachten Linie zwischen uns und dem Jäger seinen Fehlschuss fing. Wir mussten erschrocken feststellen, dass uns von dem Schicksal des Hasen lediglich knappe 15 m trennten. Hat der Hase uns das Leben gerettet?

M. Maire, Rhauderfehn

 

Gesetzesänderung jagdrechtliche Vorschrift (134. Plenarsitzung am 12.12.207)

Die Nilgans wird in den Katalog der nach dem Landesrecht jagdbaren Tiere aufgenommen.

Die Gesetzesgrundlage für die vom Bundesrecht abweichenden Jagd- u. Schonzeiten wird geschaffen.

Die Untere Jagdbehörde wird ermächtigt, zum Erlegen von kranken und kümmernden Wild, zur Wildseuchenbekämpfung, aus Gründen der Wildhege, des Artenschutzes oder zur Vermeidung von übermäßigen Wildschäden Schonzeiten durch Verordnung aufzuheben.

Im Einzelfall wird die Jagdbehörde ermächtigt, insbesondere aus Gründen des Artenschutzes oder zu wissenschaftlichen Zwecken das Fangen bzw. Eingriffe in das Gelege von Federwild zu erlassen.

(Beantragt von Helmut Dammann-Tamke -CDU-, Zustimmung von DCU u. FDP)

Der BUND war überhaupt nicht an der Anhörung beteiligt. (Anmerk. Rolf Meyer SPD)

Mit den vorgesehenen Verordnungsermächtigungen schaffen wir einen Wildwuchs jagdrechtlicher Regelungen auf der Landesebene. Jeder Kreisjägermeister hat jetzt gemeinsam mit der Kreisjägerschaft die Möglichkeit, sein eigenes Steckenpferd zu reiten. Die Erfahrungen zeigen, dass auf der kommunalen Ebene eben keine naturschutzfachlich abgewogenen Entscheidungen zu erwarten sind. Wir werden ideologische, von Macht- u. Mehrheitspositionen abhängige Interessenvertretungen bei den Entscheidungen erleben. Das wird sie prägen. Einen Eindruck von diesen künftigen Verhältnissen bekommen wir doch schon, wenn wir uns den Wildwest - oder soll ich sagen "Wildnordwest?" - ansehen, der im Moment in Bezug auf die Gänsejagd an der Küste stattfindet, um im Sinne der Pläne der Landesregierung weitere Schießgelegenheiten für Gänse zu schaffen.

Deswegen ist die Erweiterung um die Nilgans im vorliegenden Gesetzentwurf genau das falsche Signal. Die Gänsejagd vermeidet keine landwirtschaftlichen Schäden. Im Gegenteil, sie provoziert und vergrößert sie eher durch die Erhöhung des Energiebedarfs und durch Verhaltensänderungen der bejagten Tiere. Die Gefahr, dass gefährdete Arten durch Verwechslung mit jagdbaren Arten in Mitleidenschaft gezogen werden, ist sehr groß. Hinzu kommt, dass der Beschuss von Gänseschwärmen mit Schrot auch tierschutzrechtlich äußerst fragwürdig ist, weil eben nicht nur das geschossene Tier getroffen wird, sondern rundherum viele andere Tiere verletzt und mit Blei vergiftet werden.Der einzige Weg ist hier, die Landwirte fair und anständig entsprechend den tatsächlichen Schäden zu entschädige. Ich schlage vor, dass wir dafür die Jagdabgabe heranziehen, die sonst für allen möglichen Blödsinn ausgegeben wird.

Schwierigkeiten haben wir eben auch mit dem Anspruch der Jäger, mit der Flinte das ökologische Gleichgewicht und den Artenschutz sichern zu können. Dafür sind Sie bisher jeden Beweis schuldig geblieben. Das klappt weder bei Raben- noch bei Zug-, Greif- oder Singvögeln, das klappt nciht bei Komoranen. Das klappt auch nicht bei Füchsen, Mardern oder anderem Raubzeug. Intakte Biotope sind nicht durch Jäger zu ersetzen.

Ein letzter Punkt, der uns erheblich stört, it das Beharren auf einem eigenen Rechtskreis Jagd. Das Problem ist, dass sich dieser Rechtskreis Jagd nicht in das allgemeine Umwelt- u.d Naturschutzrecht einordnen will und muss. Das ist nichts anderes als ein Relikt fundamentalistischer Sonderrechte. Das ist so absurd, als wenn jetzt alle Geländewagenfahrer erwarten würden, dass für sie eien eigene Straßenverkehrsordnung erlassen würde, die es ihnen erlaubt, aks Geisterfahrer zu fahren.

Wir sind und bleiben eine jagdkritische Partei und werden diesen Gesetzentwurf ablehnen. (Hans-Jürgen Klein -Grüne)

Fakten und Zahlen: Niedersachsen hat 58.000 Jägerinnen und Jäger, d. h. jeder 138. Bürger ist Jägerin oder Jäger. Einen ähnlich hohen Anteil an der Gesamtbevölkerung weist kein anderes Bundesland auf.

Die Nachtjagd ist grundsätzlich verboten.

Ich sah die vielen Tiere im Wald und auf den Feldern....

...die lebenden Zielscheiben - für menschliche Gewalt.

Und ich sah in ihren Augen:

-Angst und Schrecken, Furcht, Verzweiflung und Traurigkeit-

Und ich war voller Zorn,

"Gott", sagte ich, "das ist schrecklich!"

Warum tust Du  nicht etwas?"

Gott schwieg einen Augenblick und erwiderte dann leise:

"Ich habe etwas getan: Ich habe DICH geschaffen".

 

Vogelmord: http://www.komitee.de/index.php?protest.10e

 

 Tauben: Schonzeit nicht aufgehoben.

Die Grünen begrüßen, dass über einen Antrag der Jäger nun erst 2008 entschieden werden soll.

Kreis Leer. Als einen Erfolg wertet Mechthild Tammena aus Leer (Grüne), dass der Tagesordnungspunkt "Verordnung über die Aufhebung von Schonzeiten für Ringeltauben" nicht wie geplant in der nächsten Kreistagssitzung am 20. Dezember entschieden wird. Die Entscheidung darüber wird ins neue Jahr vertagt. Da kein Beschluss eingeholt werde, dürften die Schonzeiten nicht aufgehoben werden. Nach EU-Richtlinie und Nds. Jagdgesetz seien Ausnahmegenehmigungen für jagdbares Wild nur zu erteilen, wenn erheblicher Wildschaden nachgewiesen werde. Dieser Beweis sei nicht erbracht worden, so Tammena. Die Meldung von Wildschäden allein durch den Kreisjägermeister berechtige nicht zur Erteilung einer Ausnahmegenehmigung. Dieses Vorgehen sollte bei der Jägerschaft zu einem Umdenken führen. "Ähnlich wie bei der Krähendiskussion wird auch bei dieser Thematik der Jägerschaft verdeutlicht, dass ohne eindeutige Beweise die Gesetze nicht zugunsten einer Minderheit umgangen werden dürfen" so Tammena.(Der Wecker, 12.12.07)

(Anmerkung animal future: Toll, dass eine einzige "grüne Frau" sich gegen alle Kreistagsmitglieder so durchsetzt. Dickes Lob für Mechthild Tammena von uns!!)

 

 "Bestand rechtfertigt keine Bejagung"

Zukünftig sollen bisher geschützte Gänsearten gejagt werden dürfen. Dr. Klaus Gerdes aus Leer schrieb dazu einen Brief an Ministerpräsident Wulff.

Leer. Die Nds. Landesregierung plant, zukünftig nicht nur Graugänse, sondern auch Saat-, Bless- und Ringelgänse ganzjährig zum Abschuss freizugeben. Der Grund: Die Tiere würden große Fraßschäden auf landwirtschaftlich genutzten Flächen anrichten. In einem offenen Brief weist jetzt Dr. Klaus Gerdes aus Leer den Nds. Ministerpräsidenten Christian Wulff auf die Probleme einer Bejagung hin. Darin erinnert er an eine 1983 in Kraft getretene Bonner Konvention, die zum Ziel hat, wandernde Tierarten zu erhalten. "Niedersachsen darf sich nicht eigenmächtig über die Konvention hinwegsetzen", schreibt Gerdes. Ein Bericht der Landwirtschaftskammer Weser-Ems und der Staatlichen Vogelschutzwarte mache deutlich, das es nicht die  Bless- oder Saatgänse sind, die Ertragsminderungen auf Feldern im Rheiderland verursachen. Mache man Jagd auf die Tiere, würden sie sich auf andere Flächen konzentrieren und dann dort Fraßschäden verursachen. Ließe man sie jedoch in Ruhe, so Gerdes, verteilten sie sich über größere Räume und richteten zumeist gar keine Schäden an. Ein Fortziehen der Gänse dürfte außerdem Naturliebhaber, die sich am Anblick riesiger Gänsescharen, wie beispielsweise im Rheiderland erfreuten, enttäuschen. Das könnte, laut Gerdes den Tourismus in vielen Regionen zurückwerfen. "Die Bestandsentwicklung der Gänse rechtfertigt keine Bejagung", mahnt der Leeraner in seinem Brief. Die Zahl der Ringelgänse beispielsweise  gehe seit 15 Jahren stetig zurück. Andere, zumeist geschützte Arten könnten von den Jägern verwechselt werden und seien daher zusätzlich bedroht. Die Landesregierung solle sich weiterhin für den Naturschutz einsetzen und kooperative Modelle von Landwirtschaft, Gänseschutz und regionalem Tourismus entwickeln, fordert Dr. Klaus Gerdes den Ministerpräsidenten auf. (Wecker, 12.12.07)

(Anmerkung: Das Schreiben und weitere Artikel zu den Themen Gänse- u. Ringeltaubenjagd weiter unten unter "Neues von den Ostfriesischen Ballermännern") 

Das Letzte

Die "Blutmesse - Jagd + Pferd" öffnet vom 19.11. -02.12.07 in Hannover ihre Tore. Angepriesen wird diese  Gaudi für Jung und Alt als Paradies für Jäger, Angler, Natur- u. Hundefreunde. Es gibt Anregungen und Beratungsmöglichkeiten für erfahrene Waidmänner, Angler und diejenigen, die es werden wollen. Zu den Highlights zählen Tierstimmenwettbewerbe, Greifvögelflüge, Jagdhundpräsentationen, Jagdhornbläser, Dog action, Jagd-/Sportwaffen-Optik, Geländewagenparcours, Jagdreisen weltweit. Im Vordergrund steht die Kinder- und Jugendarbeit ihr könnt uns  mal - so was machen wir nich mit!!Danke Kids!

 

Schluss mit Hubertusmessen

Hubertus entsagte der Jagd - Jäger folgt Hubertus nach!

Gut Schuss wünscht die Kirche

Der Legende nach war Hubertus ein leidenschaftlicher Jäger. Als er eines Tages bei der Jagd einen Hirsch schießen wollte, stellte sich dieser ihm plötzlich entgegen. Zwischen seinem Geweih erstrahlte ein Kreuz und in der Gestalt des Hirsches sprach Christus zu ihm: "Hubertus, warum jagst du mich?" Hubertus stieg vom Pferd und kniete vor dem Hirsch nieder. Von diesem Moment an entsagte Hubertus der Jagd.

Soweit die Legende.

Nach seinem Erlebnis mit dem Hirsch hörte Hubertus also mit der Jagd auf und wurde ein ernsthafter Christ. Denn wahres Christentum und Jagd passen einfach nicht zusammen. Bei seiner Begegnung mit dem Hirsch wurde Hubertus vor die Wahl gestellt, entweder er tötet das Tier - dann tötet er auch Christus - oder er tut dies nicht und bekennt sich zu Christus. Oder mit den Worten aus Matthäus 25,40 gesprochen: "Was ihr einem meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan".

Die ersten Christen hielten das Jagen für unvereinbar mit dem christlichen Glauben, und auch die bekannte Kirchenordnung des Hippolyt hat dies noch übernommen. Jägern wurde die Taufe verweigert und sie wurden aus der christlichen Gemeinschaft ausgeschlossen. Trotzdem finden jährlich um den 3. November, dem Hubertustag, die sog. Hubertusjagden und Hubertusmessen statt. Anstatt den heiligen Hubertus zum Schutzpatron der Tiere zu machen, ernannte die Kirche ihn zum Patron der Jäger.

Kirche und Jagd  - das war schon immer eine unheilige Allianz.

Bis heute segnen ev. und kath. Pfarrer die Waidmänner, ihre Waffen und die "Strecke" der getöten Tiere.Und dies, obwohl der heilige Hubertus der Legende nach der Jagd entsagte! Wann folgen Jäger und Pfarrer Hubertus nach?

Der Sinn der Hubertuslegende ist doch wohl dieser, dass der Mensch in Einklang und Frieden mit der Natur und den Tieren leben soll. Er soll nicht der Jäger, sondern der Beschützer und der Freund der Tiere sein.

  

Neues von den Ballermännern aus Ostfriesland!

Galgenfrist für Ringeltauben

Kreis Leer. Eigentlich hatte der Kreistag bereits am 9. Nov. darüber entscheiden wollen, ob im Landkreis Leer Ringeltauben auch in der Schonzeit zum Abschuss freigegeben werden sollen. Der Tagesordnungspunkt wurde vertagt, und die Tauben werden auch wohl noch eine Weile unbehelligt durch den Kreis Leer fliegen dürfen. Eine kleine mündliche Anfrage der grünen Landtagsabgeordneten Meta Janssen-Kucz im Niedersächsischen Landtag ergab jetzt: Der Landkreis Leer hat nich in ausreichendem Maße Stellungnahmen eingeholt. "Einwände von Naturschutzgruppen sind überhaupt nicht berücksichtigt worden", sagt Meta Janssen-Kucz. Die Landtagsabgeordnete bezweifelt, dass überhaupt die Mindesvoraussetzungen "für eine Vermeidung von übermäßigen Wildschäden" erfüllt wurden. So hatte ihr die Landesregierung in einem Antwortschreiben am Freitag mitgeteilt, dass eine Schadensprognose vorliegen müsse. Die gebe es nicht, erklärt Meta Janssen-Kucz weiter. Am 30. August hatte der Jagdbeirat einstimmig einem Vorschlag des Kreisjägermeisters zugestimmt, der gefordert hatte, dass Ringeltauben auch während der Schonzeit abgeschossen werden dürften. Im Vorfeld hatte bereits die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Leer eine Stellungnahm dazu abgegeben. Sie könne nicht beurteilen, ob die Voraussetzungen für eine Freigabe zum Abschuss erfüllt seien, hieß es darin. Die Untere Naturschutzbehörde konnte keine Störung des biologischen Gleichgewichts durch Ringeltauben erkennen.  Sie forderte die Landwirtschaftskammer als Aufsichtsbehörde über die kommunale Jagdbehörde auf, den Sachverhalt zu klären. Das tat die Kammer nach Meinung von Meta Janssen-Kucz aber nicht. Die Stellungnahme der Landwirtschaftskammer bestehe lediglich aus einem Satz: Der laute: "An landwirtschaftlichen Kulturen wie Raps und zum Teil auch an Getreide werden durch den wiederkehrenden, massenhaften Einfall von Ringeltauben erhebliche Schäden verursacht, die von den Praktikern alljährlich immer wieder beklagt werden". "Es kann doch nicht sein, dass das als Schadensprognose gilt. Und wer sollen denn diese Praktiker sein?" fragt die Grüne. Anfang Dezember soll das Thema Ringeltauben erneut im Kreisausschuss behandelt werden. Am 20. Dezember soll der Kreistag über den Abschuss von Ringeltauben auch während der Schonzeit entscheiden - wenn bis dahin die Mindestvoraussetzungen erfüllt sind. (Der Wecker 18. Nov. 2007)

Über den geplanten Abschuss von Gänsen berichtete der "Wecker" am vergangenen Sonntag. "Eine niederträchtige Maßnahme", meint Karl-Heinz Pauly aus Jemgum

Aus finanziellen Erwägungen heraus und unter den fadenscheinigsten Begründungen beabsichtigt das Land Niedersachsen den Abschuss von bisher geschützen Gänsearten freizugeben. Eine recht niederträchtige Maßnahme. Man sollte, wie Herr Bergmann vom NABU es auch vorgeschlagen hat, lieber die tatsächlich durch die Gänse entstandenen Schäden finanziell ausgleichen, statt die Gänse zu dezimieren. Die Jägerschaft sollte im Falle einer Jagdfreigabe sensibel genug sein und freiwillig auf die Jagd auf Wintergänse verzichten. Die Jagdmethodik und Grundgedanken der Jagd bedürfen in unserer Zeit eines Umdenkens, angepasst an die heutigen Gegebenheiten. Die Natur in ihrer Gesamtheit und ihre Bedürfnisse müssen stärker in den Vordergrund gerückt werden und sollten nicht aus reinen Kommerzgründen oder Hobbyinteressen einzelner Gruppen geopfert werden. Gerade die Regierungen sollten in der Pflicht stehen, die Natur zu erhalten. Aber ganau das Gegenteil ist der Fall. Der Mensch ist ein Teil der Natur und man sollte sich aus diesem Grund nicht selbst verstümmeln.

Jagd auf Wildgänse empört Naturschützer

Kreis Leer (hsz) Niedersachsens Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen (CDU) will nach Angaben des Naturschutzbundes (NABU) die Jagd auf arktische und nordische Wildgänse zulassen. Eine in diesem Sinne geplante Änderung derJagdzeiten-Verordnung werde mit einer starken Zunahme der Gänsezahlen und damit verbundenen Schäden auf landwirtschaftlichen Nutzflächen begründet, sagte der NABU-Landesvorsitzende Hans-Jörg Helm. Diese Begründung sei wissenschaftlich nicht belastbar und werde als fachlich unhaltbar zurückgewiesen.  Zudem kommt Ehlen seinem Ministerkollegen Hans-Heinrich Sander (FDP) ins Gehege. Denn das Umweltministerium bietet Landwirten eine Entschädigung an, wenn sie auf das Verscheuchen von Gänsen verzichten. Dieser sogenannte Vertragsnaturschutz wird besonders von Landwirten im Rheiderland in Anspruch genommen. Helm: "Ehlens geplante Gänseabschüsse gefährden Sanders Vertragsschutz. Wir fordern beide Ministerien auf, an einem Strang zu ziehen und keine Änderung der Jagzeiten-Verordnung umzusetzen". Zudem sei fraglich, ob die Europäische Union den Vertragsnaturschutz weiter finanziell unterstütze, wenn die Bejagung erlaubt werde.  Darüber hinaus wies Helm auf die Bedeutung der Wildgänse für den Tourismus hin. Die zwischen den Brutgebieten in Nordeuropa und Sibirien sowie den Überwinterungsgebieten in Mittel- u. Westeuropa wandernden Zugvögel stellten einen Teil des internationalen Naturerbes dar,  Sie seien von intakten, ausreichend großen Rast- und Nahrungsgebieten abhängig. Eine Bejagung führe zu massiven Störungen. (Sonntags-Report 4. Nov. 2007)

 

Tauben zum Abschuss frei?

Laut Kreisjägermeister gibt es große Schäden an Raps und Weizen. Dem Umweltausschuss stimmte dem Antrag zu.

Von Edgar Behrendt

LEER. Zu entscheiden hat letztendlich der Kreistag in Leer, die Empfehlung des Fachausschusses für Kultur sowie Natur- u. Umweltschutz fiel allerdings schon deutlich aus: Mit 10 : 1 Stimmen votierten die Mitglieder dafür, einen Antrag des Kreisjägermeisters zu unterstützen, Ringel- und Türkentauben für die nächsten drei Jahre auch innerhalb der Schonzeiten schießen zu dürfen. Der Grund nach Angaben der Jäger: Die Vögel haben große Schäden an Getreide und Raps angerichtet.

"Wieviel Raps haben wir denn hier? Das ist doch verschwindend gering", stellte Mechthild Tammena fest. Viele Anbauflächen für Weizen gebe es im Kreis auch nicht gerade, so die Grünen-Abgeordnete, die als Einzige gegen den Antrag stimmte. Ihrer Meinung nach mangelte es erneut an wissenschaftlichen Nachweisen. Wegen ähnlicher Probleme hätte zuletzt auch das umstrittene Krähenfangprojekt eingestellt werden müssen (der Wecker berichtete). "Wenn wir dem Antrag zustimmen, ist das eine Aufforderung dazu, gegen den Tierschutz zu verstoßen", kritisierte Tammena. Anderer Meinung war Jonny Prins. Der Naturschutzobmann des Landkreises Leer hatte dem Antrag bereits im Jagdbeirat zugestimmt und sprach von "Massen an Ringeltauben", die es in der Region gebe. Bedenken hätte er nur, wenn auch der Abschuss von Jungtauben freigegeben würde. Brütende Elterntiere sollten verschont bleiben.

"Aus der Entfernung können Jäger sowieso nicht erkennen, ob sie eine alte oder eine junge Taube erschießen", moniert Petra Meyer-Tautz von der Initiative "Schutz der Haustiere vor Jägern". Sie sprach von "Willkür" und bewertete die Begründung für den Abschuss - "angebliche Schäden an Raps und Getreide" als hanebüchen. Eine Zustimmung sei widerrechtlich, solange keine Nachweise geführt würden. Daher forderte sie den Landrat auf, die Gesetzeslage zu überprüfen, bevor im Kreistag endgültig über den Antrag entschieden werde. Sollte das nicht geschehen, wolle sie Anzeige erstatten. (Der Wecker 17.10.07)

NABU-Appell an Kreistag

Der Streit um die Freigabe des Abschusses von Tauben in der Schonzeit im Kreis Leer geht weiter. Der Naturschutzbund ist dagegen.

LEER. In einem offenen Brief an Landrat Bramlage fordert der Vorsitzende der Kreisgruppe des Naturschutzbundes (NABU) in Leer, Dr. Klaus Gerdes, die Mitglieder des Kreistages dazu auf, sich gegen eine Verlängerung der Jagdzeiten auf Ringel- und Türkentauben auszusprechen. Weil Landwirte über Schäden an Raps und Weizen klagen, hatte der Kreisjägermeister einen entsprechenden Antrag gestellt. In den Kreisen Cloppenburg, Ammerland und Emsland waren Schonzeiten schon vor längerer Zeit aufgehoben worden (der Wecker berichtete). Gerdes, der für seine ablehnende Haltung biologische und tierschutzrechtliche Gründe anführt, weist darauf hin, dass in der Schadensfrage nur Mutmaßungen. aber keine wissenschaftlichen Untersuchungen vorliegen. Genau diese würden aber vom Bundesnaturschutzgesetz als Nachweis für eine Genehmigung gefordert.

Mit Hilfe der Jagd gegenzusteuern wollen, löse das Problem nicht, erklärte Gerdes und führt Erfahrungen aus den Niederlanden und England an, wo der Bestand trotz Bejagung nicht nachweisbar abgenommen hat. Der Kreistag sei nicht befugt, über die Verlängerung der Jagdzeiten abzustimmen, zumal es sich beim Landkreis über ein vergleichsweise kleines Gebiet handele, so Gerdes. Der Kreis würde sich zum Beispiel über ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes hinwegsetzen, da die Bejagungwärhend der Brut- u. Aufzuchtzeit von Vögeln verbietet.

Ob den Jägern bei der Bejagung die Kennzeichen des Jugendkleides bekannt sind oder ob sie diese beachten, sei zudem äußerst fraglich, so Gerdes. Schieße man die Eltern ab, müssten die Jungen im Nest verhungern, was einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz begründe. Es sei zu bedenken, dass die Ringeltaube ihre Brutzeit ausgedehnt habe, sowohl ins Frühjahr wie auch in den Herbst hinein.

"So wird offensichtlich, dass Leeraner Jagdfunktionäre ihrer Klientel in erster Linie eine Ausweitung ihrer Freizeitjagd ermöglichen wollen", kritisiert Gerdes. Wenn es tatsächlich landwirtschaftliche Probleme durch Ringeltauben gebe, dann dokterten Jagdbehörde und Kreisjägermeister auf "völlig dilettantische und unverantwortliche Weise nur an Symptomen herum", so der Kreis-NABU-Chef. -edb- (Offener Brief vom 28.10.07 im Wecker Ostfriesland/Emsland)

Im Landkreis Leer sollen Tauben auch in der Schonzeit abgeschossen werden dürfen. Dazu schreibt Michael Drescher:

Nach dem massenhaften Abschlachten von Krähenvögeln im Kreis Leer, nun endlich rechtzeitig zur Jagdzeit ein neuer Feind der Jäger: die Ringeltaube. Heerscharen von Ringeltauben bedrohen unser friedliches Zusammenleben, vernichten ganze Raps- und Getreidefelder und fallen bald auch noch über unsere Gärten her. Dringend Zeit, etwas zu unternehmen. Da stellt die Jägerschaft einen Antrag bei der Umwelt- u. Naturbehörde und wird prompt mit einer Empfehlung versehen, die Ringeltaube fast ganzjährig zum Abschuss freizugeben. Klasse! Hier gibt es zwar nur wenig Raps- und Getreidefelder, aber wir müssen ja zusehen, dass die Jäger nicht unter Langeweile (was ja nur zum massiven Abschuss  von Haustieren führt) leiden. Da kommt die Ringeltaube gerade recht. Nicht dass man jedes Jahr im Herbst und Winter Trupps von marodierenden Jägern ertragen muss, die auf alles schießen, was sich bewegt, nein, jetzt auch noch von Juli  bis Oktober! Na super. Und alles unter dem Deckmantel des Naturschutzes. Unglaublich! Die Jägerschaft im Kreis Leer ist ein unglaubliches Phänomen. Es wird Zeit, den Jägern grundsätzlich den Naturschutz abzuerkennen. Michael Drescher, Holte (Der Wecker, 21.10.07)

Ein weiterer Leserbrief gleichen Datums wurde auf Aufforderung des Verfassers entfernt. Nun gut, ob der Ruf der Jäger je ehrenhaft war, ist sowieso Ansichtssache! (Adm.)

 

 

 

 

Anti-Jagd-Demo am 16. Juni 2007 in Leer/Ostfriesland

Treffpunkt: 12.30 Uhr Bahnhofsvorplatz

Demo ca. 1 Std.

Abschlusskundgebung mit Infoständen am Denkmalplatz in Leer/Fußgängerzone

 

 

Buchtip: Der Schneeleopard von Tschingis Aitmatow, Unionsverlag 315 Seiten, 19,90 EUR

 Interview: Natur u. Kosmos

Herr Aitmatow, Sie blicken von Brüssel auf Ihre Heimat.......

--- und ich sehe, wie sich meine Landsleute von ihren Traditionen entfernen und plötzlich einen Reichtum preisen, der nicht in  ihrer Kultur begründet ist, sondern in der Preisgabe der Natur.

Ihr neuer Roman scheint nicht von Interesse und Neugier getrieben, sondern von Liebe, Wut und Enttäuschung....

Der Motor war das Mitgefühl mit den Geschöpfen, die der Globalisierung geopfert werden. Heute erlaubt es die Technik, bis in den Kosmos vorzudringen. So weit der Mensch kommt, so weit kann er verändern und zerstören. Was ich um mich herum erlebe, zeigt mir, dass nichts mehr heilig ist. Das scheint irgendwo zur Globalisierung zu gehören.

Welche Rolle spielt der Schneeleopard in dieser Welt?

Als Kirgise sieht man das Fell, bevor man das Tier in der Wildnis sieht. Früher war es jedoch Brauch, sich gegenseitig zu beschenken, und das Fell des Schneeleoparden war das wertvollste Geschenk. Aber heute ist die Jagd auf dieses Tier, auf das wir so stolz waren, zum Business verkommen, auch in unserer Sprache sagen wir inzwischen "Bisnes". Zwar steht das Tier nun unter Schutz, und einige Einheimische verdienen gutes Geld damit, Fremde in die Berge zu führen, um Schneeleoparden zu beobachten. Aber es gibt eben auch die heimliche und teuer bezahlte Jagd. Auf allen Ebenen werden die Verantwortlichen bestochen. Das Szenario in meinem Buch ist zwar erfunden, aber leider keine Fiktion.

 

  Leserbrief: Wecker Landkreis Emsland vom 13.05.07

Zu den Berichten im "Wecker" über verschwundene und getötete Haustiere in Neubörger und Umgebung meldete sich Piet Oosting zu Wort:

Im Anschluss an die Artikel zur Vergiftung und Tötung von Haustieren möchte ich Folgendes sagen: Es freut mich sehr zu lesen, dass immer mehr Leute endlich einsehen, dass es so nicht weitergehen kann. Eine Bürgerinitiative zu gründen, wäre sehr gut. Es ist mir als kritischem Niederländer vollkommen unklar, warum die große Mehrheit der Deutschen es noch immer akzeptiert, dass dem deutschen Ansehen im Ausland vernichtend geschadet wird durch diese wirklich schändlichen Jagdgesetze. Folge dieses gesetzlichen Freibriefes ist das freche und manchmal abscheuliche Benehmen der Jäger. Wenn 70 % der Bevölkerung das ablehnen, sollte die Politik doch endlich mal darauf hören. Und wenn nicht, lassen Sie es die Politiker spüren. Die Bedrohung ihrer Position ist immer die beste Möglichkeit, die Oberen in Bewegung zu setzen. -Piet Oosting, Neubörger-

 

 Leserbrief: Nachgefragt vom 06.05.07

Zur "Wecker-Berichterstattung" über vergiftete Hunde schreibt Familie Maire aus Rhauderfehn:

Wir finden es sehr gut, dass endlich mal einige Leute ihre Meinung über die Jäger äußern! Es kann nicht angehen, dass diese so genannten Naturschützer mit unseren Haustieren machen können, was sie wollen. Die Landesjägerschaft sollte doch in Rhauderfehn und Umgebung mal eine Umfrage starten, dann würden sie wissen, wozu Jäger fähig sind. Uns wurde im letzten Jahr von einem Jäger schriftlich gedroht, dass er unsere Hunde erschießt, was ja auch im Juli 2006 geschehen ist. Das konnten wir aber nicht beweisen, da die Leute nur hinter vorgehaltener Hand davon reden, dass er es war, aber keiner traut sich, als Zeuge hervorzutreten. Wir wissen nicht, warum diese Leute vor dem Jäger Angst haben. Wir hoffen, dass sich noch mehr Bürger melden, die ihre Haustiere durch die Jäger verloren haben oder deren Tiere verletzt wurden. Es wird Zeit, eine Bürgerinitiative zu starten! - Familie Maire Rhauderfehn - 

 27.04.2007 - Krähen bereiten den Jägern im Kreis Leer immer noch Sorgen

Für die Wiesenbrüter stellen sie eine große Gefahr dar. Mehr als 30 000 dieser Beutegreifer wurden nach Angaben des Vorsitzenden Manfred Willms landkreisweit gezählt.

leer- Die Jägerschaft des Landkreises Leer ist mit dem Streckenergebnis des vergangenen Jahres zufrieden. Dieses Fazit zog Kreisjägermeister Jan-Wilhelm Hilbrands während eines Pressegespräches vor der Jahreshauptversammlung der Kreisjägerschaft in der Gaststätte Barkei in Leer. "Es hat sich gezeigt, dass die Jägerschaft besonnen mit den Wildbeständen umzugehen weiß", so Hilbrands.

Zufrieden sei man mit dem Hasenbestand, der sich nach Angaben von Manfred Willms, Vorsitzender der Jägerschaft, gut erholt hat. Sorgen bereiten den Jägern allerdings die Krähen. Nach dem Verbot des umstrittenen Rabenkrähenprojektes Ende 2005: seinerzeit wurden die Vögel in Lebendfallen gefangen und anschließend getötet: sei der Bestand der Beutegreifer wieder stark gewachsen. Landkreisweit gibt es nach  Angaben der Jägerschaft wieder mehr als 30 000 dieser Vögel. "Wir sind jetzt wieder da, wo wir früher waren", sagte Hilbrands. "Wir müssen hart mit der Flinte kämpfen", betonte Willms. Für die Wiesenbrüter stellen die Krähen eine große Gefahr dar. Indirekt sprach sich der Vorsitzende wieder für das Aufstellen von Lebenfallen aus. Er verwies auf Schleswig-Holstein. Dort ist das Aufstellen  von Lebenfallen im Oktober 2005 erlaubt worden. In den Revieren der 15 Hegeringe wird seit geraumer Zeit das Rebhuhn häufiger beobachtet. Der Bestand war so gering, dass die Jäger das Rebhuhn nicht mehr geschossen haben.

Beim Sammeln von Beeren in freier Natur mahnen die Jäger zur Vorsicht. "Untersuchungen erlegter 'Füchse im Landkreis auf Fuchsbandwurm haben bestätigt, dass diese Tiere von diesem Parasiten befallen sind. Diese Krankheit ist auch für Menschen gefährlich", führt Hilbrands aus.

(Quelle: General Anzeiger Ostfriesland)

 

Leserbrief: Wecker Ostfriesland/Emsland vom 15.04.2007

Zum "Wecker"-Artikel "Tierfreunde in Angst vor Katzenkillern" schreibt Petra Meyer-Tautz:

Die Tötung und Verletzung von Tieren ist ein Straftatbestand und unter anderem auch mit Gefängnis zu bestrafen. Der von der Jägerschaft immer wieder verbreiteten Mär, dass Haustiere in Revieren nichts verloren hätten und deshalb geschossen werden dürften, ist die geltende Rechtslage mit allem Nachdruck etngegenzusetzen. Nachdruck bedeutet auch das Stellen eines Strafantrages - und zwar direkt bei der zuständigen Staatsanwaltschaft! Die wiederholten Vorfälle dieser Art zeigen deutlich, dass es höchste Zeit ist, eine Gruppierung als das zu bezeichnen und rechtlich einzustufen, was sie ist, nämlich alles andere als Naturschützer und für Gesellschaft und Natur deshalb entbehrlich! Wer hat schon Angst vorm "grünen Männlein"? Ich jedenfalls nicht! -Petra Meyer-Tautz Rhauderfehn-

 

 

Mordslust

der ostfriesischen Jäger

Jäger! 2 ostfr. Jagdscheininhaber

möchten gerne ein Paar Enten

schießen, Kosten und Wildbret

werden übernommen. Tel. Mobil:

0171/8821139

(gefunden in: Der Wecker - Mittwochsmarkt Rubrik 22, Landwirtschaft vom 18.10.06 - Eine Wochenzeitung der Ostfriesen-Zeitung, 26789 Leer)

 

 Sie können es nicht lassen

Krähenerschlagen

neuer Jägersport in Ostfriesland

 

Jäger wollen Krähen fangen

Das umstritten Projekt im Landkreis Leer soll wieder aufgenommen werden. Es war im Dezember eingestellt worden.

Uplengen. In der Leeraner Jägerschaft wird die Forderung laut, das umstrittene Krähenfangprojekt wieder einzuführen. Es war im Dezember vergangenen Jahres nach massiven Protesten von Tierschützern eingestellt worden. Nach Angaben der Jagd- u. Naturschutzgruppe Uplengen hat sich der Bestand von Wiesenvögeln vergrößert, weil im Kreis Leer Krähen in Fallen gefangen und dann erschlagen worden waren. Dadurch sei die Zahl der Brutpaare der räuberischen Vögel zurückgegangen. Im kommenden Jahr werde es aber wieder zu viele Jungkrähen geben, die eine Gefahr für die am Boden brütenden Wiesenvögel darstellten.

(Quelle: Der Wecker Leer Ostfriesland - Rubrik Landkreis Leer v. 08.10.2006)

 

Leserbrief "Entsetzen: Jäger sind verbohrt" im Wecker vom 14. Mai schreibt Evelyn Neumann aus Saterland einen Leserbrief in Versform am 21.05.06:

Ein Menschlein, das sich Jäger nannte, durchs Leerer Land mit Flinte rannte,

sturen Blicks und sehr verdrossen; er hatte heut noch nichts geschossen,

keinen Hasen, keinen Fasan, und just verfiel er in den Wahn,

dass nur die Schuld an der Misere, der schwarze Krähenvogel wäre.

Gleich überlegt er hin und her, wie dieses Tier zu töten wär.

Schnell kommt er da zu dem Entschluss, zu teuer wäre jeder Schuss -

es anders darum gehen muss.

Sein kleines Hirn gibt ihm den Rat: Bau einen Käfig dir aus Draht,

damit fängst du die Krähen ein und kannst sie dann, ganz mit Behagen,

bequem mit einem Stock erschlagen.

Der Presse sagt man mit Geduld, die Krähen sind doch selber Schuld;

weil sie die Wiesenvögel fressen und auch die Häschen nicht vergessen.

Von nun an wurd an vielen Tagen so manche Kräh brutal erschlagen,

von Männern in grün, sie nennen sich  Jäger, besser passt da "Knüppelschläger".

Nun hat sie ein Ende die Tierqäulerei, Menschen mit Verstand halfen dabei.

Der Jäger war eigentlich ganz klug, und schließlich doch nur klug genug,

um einzusehen schmerzlich klar, wie blöd er doch im Grunde war,

unselig zwischen beiden Welten, wo Weisheit und wo Klugheit gelten,

ließ seine Klugheit er verkümmern und zählt nun glücklich zu den Dümmern.

Und die Moral von der Geschicht: "Erschlage keine Krähe nicht,

zeig endlich Hirn auf diesem Wege, beschäftige dich fortan mit Hege!"

Evelyn Neumann, Saterland

 

Jagdszenen in Petkum am 29.12.09 (Auszug Bericht von Gänsewächter Eilert Voß)

9.31 Uhr Jagdhund stöbert Feldhasen auf und das Langohr wird unter Feuer genommen. Der Schuss geht leicht daneben, es scheint aber, dass der Hase verletzt ist. Er rennt um sein Leben. Hinter ihm drei Jäger und ein spurtender Hund, vor ihm drei Jäger, die aus Richtung Petkumer Mühle aus dem Nebel auftauchen. In schier aussichtsloser Situation gelingt es ihm, durch die Maschen des Teekwegzaunes zu entkommen. Der Jagdhund gibt die Verfolgung auf. Unglaublich, diese kurze Szene aus dem ganz normalen Jagdbetrieb. Kein Jäger kontrolliert, ob der Feldhase verletzt ist oder nicht. Zumindest hätte der wenig treffsichere Waidmann und dessen Jagdhund die "Nachsuche" erledigen müssen.

9.37 Uhr Ein Schrotschuss auf Feldhasen in der Salzwiese östlich des Riedfeldes. Der Schuss traf den Hasen ebenfalls nicht voll. Das schwer verletzte Tier wird vom Jagdhund ergriffen und dem Jäger gebracht. Umständlich wird der Salzwiesenhase erschlagen und im Rucksack verstaut.

http://www.gaensewacht.de

 

 

 





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