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FAKTEN (v. Silke R.) Es geschieht in aller Öffentlichkeit, das Lustmorgen. Jährlich werden in unseren Wäldern laut Jagdstatistik Millionen von Tieren umgebracht (Jagdstrecke 2009/2010 4.755.402 Wildtiere und zusätzlich ca. 400.000 Haustiere, diese erscheinen jedoch nicht auf der Jagdstrecke). Nachzulesen unter http://www.jagd-online.de/datenfakten/jahresstrecken/?meta_id=256 Um die Jagd auf den Fuchs zu rechtfertigen, bringt man immer wieder Krankheiten wie die Tollwut oder den Fuchsbandwurm ins Spiel. Jäger machen sich die Angst der Menschen damit zu nutze. So entsteht ein Bild in der Öffentlichkeit, dass die Jagd sinnvoll erscheint. Die Tollwut stellt allerdings, dank Impfungsmaßnahmen, bereits seit Jahren garkein Problem mehr dar, s. hierzu auch http://de.wikipedia.org/wiki/Tollwut. Wer allerdings sehr große Angst vor Tollwut hat, für den besteht die Möglichkeit einer vorbeugenden Impfung. Auch beim Fuchsbandwurm ist die Gefahr einer Ansteckung für den normalen Waldspaziergänger eher sehr gering. Wen es treffen kann oder wie hoch das Risiko ist, erfahren Sie z.B. hier http://www.geocaching.de/index.php?id=12. Weitere mögliche Gründe für die Bejagung des Fuchses sind es, dass das Niederwild geschützt werden muß. Sieht man sich jedoch die Jagdstrecke an, so fällt auf, dass auf der Jagdstrecke 382.894 Feldhasen, 259.672 Wildkanninchen und 275.328 Fassane von Jägerhand getötet wurden. Niederwild wird also offensichtlich vor Füchsen geschützt, um von den Jägern geschossen zu werden. Interessant ist auch, wovon sich ein Fuchs hauptsächlich ernährt http://www.fuechse.info/index.php?navTarget=faq/15_nahrung.html#1.5.1. Mit der gleichen Begründung wie beim Fuchs wird auch Jagd auf Hauskatzen gemacht. Man muß das Niederwild vor den Katzen schützen, sehen Sie hierzu http://www.youtube.com/watch?v=ouoZ_VALgGA&feature=related und http://www.youtube.com/watch?v=LQ8x5svCUv4&feature=related . Mal ganz ehrlich, wie oft kommt es vor, dass Ihre Freigängerkatze mit einem Hasen, Wildkanninchen oder einem Fassan nachhause kommt ??? Beim Bejagen des Rehwildes liegt die Begründung darin, dass es zur Vermeidung waldgefährdender Überhege der einheimischen "Schalenwildarten" Rehwild, Rotwild und Gemsen notwendig ist. Jäger sind für die Hege verantwortlich, d.h. im Winter wird dem Rehwild zugefüttert. So überleben auch die schwächsten Tiere den harten Winter, es kommt zu einer größeren Population. Diese Population richtet im Wald erhebliche Schäden an und muß dann wieder getötet werden. Diese Tiere ernähren sich zu einem erheblichen Teil von den Knospen, Blättern und Nadeln junger Bäume. Die Männchen der Hirschartigen beschädigen außerdem junge Bäume beim alljährlichen Fegen ihres Geweihes. Die Hirsche schälen auch noch die Rinde mittelalter Bäume; und sie beschädigen in der Brunft Sträucher und junge Bäume, indem sie heftig mit dem Geweih darin herumschlagen. Humane Alternativen etwa Drahtzäune, extra angepflanzte junge Bäume für Rehe, natürliche Feinde würden dieses Problem deutlich verringern. Durch die Hege (Zufüttern) werden aber bewußt Umstände geschaffen, die die Jagd rechtfertigen. Die Situation unserer Wälder aber ist durch Immissionsbelastung, Klimaänderung, Zerschneidung und waldbauliche Fehler schon äußerst kritisch, da können nicht noch zusätzliche weitere Faktoren wie eine übergroße Rehpopulation geduldet werden. Unserer Meinung nach, sollten strengere Maßnahmen gegen Immissionsbelastung, Klimaänderung, Zerschneidung und waldbauliche Fehler durchgeführt und beseitigt werden. Dadurch würden die Wälder ebenso effektiv geschützt werden. Aber jemanden zu beauftragen eine Flinte in die Hand zu nehmen und auf wehrlose Tiere zu schießen ist wohl schneller, einfacher und kostengünstiger, als die Gesellschaft zu sensibilisieren und in die Verantwortung zu nehmen. Ein weiterer Rechtfertigungsgrund zur Jagd ist oft die Äußerung, dass man regulierend eingreifen muß. Die Praxis zeigt jedoch, dass die Natur ohne Jagd keine Überpopulationen hervorbringt und dass das natürliche Gleichgewicht -trotz fehlender Jagd - nicht gestört wird, s. hierzu z.B. den Nationalpark in der Schweiz http://de.wikipedia.org/wiki/Schweizerischer_Nationalpark. BEISPIELE AUS DER JÄGERPRAXIS: Der Jäger nimmt es mit dem zielgenauen Jagen oft nicht so genau und verwundet die Tiere, in unserem Fall das Reh, nur. Dann beginnt für das Reh der Kampf ums Überleben. Der Jäger hetzt das Reh, oft stundenlang. Das Reh hat dabei Todesängste, es möchte ja schließlich leben. Wenn das Reh vor Erschöpfung zusammenbricht und der Jäger oder sein Hund es aufstöbert, wird das Reh entweder vom Hund "abgewürgt" (eine sehr befremdliche und sachliche Umschreibung für "in die Kehle beißen und solange die Luftwege einengen, bis der Tod eintrifft") oder ab vom Jäger erschlagen oder erstochen. So ergeht es all abendlich den Rehen und Wildschweinen. Material hierzu gibt es z.B. im Jägerforum http://www.xxl-jagen.de/jagdforum/kurzwaffen/kurzwaffe_zur_nachsuche_von_rehwild_und_schwarzwild Jagdhunde werden gerne in sog. Schliefanalgen (nach derzeitiger Erkenntnis sind 15 Schliefanlagen in NRW bekannt) trainiert. Vor der Öffentlichkeit versteckt, trainiert der Jäger seine Hunde darauf, Füchse in ihren Bauen zu verfolgen und sie entweder "herauszusprengen", sie dem Jäger also vir die Flinte zu treiben, oder sie im Bau "abzuwürgen", also tot zu beißen. Die Schliefanlagen funktionieren dabei folgendermaßen. die Hunde sollen hinter den Füchsen herhetzen können, ganz wie in einem Bau. Zu diesem Zweck werden mehrere Gänge aus Betonröhren oder Platten gebaut, die sich immer wieder an verschiedenen Stellen treffen und zusammenlaufen. Über Schieber entscheidet der Jäger, wie weit der Fuchs flüchten kann, wann und ob Hund und Fuchs aufeinander treffen. Ein späteres Zusammentreffen ist gewollt und endet für den Fuchs mit starken Verletzungen oder gar dem Tod. Sollte der Fuchs dem Hund gefährlich werden, erschlägt oder erschießt der Jäger den Fuchs. Nach erfolgreichem Training geht es für Jäger und Jagdhund nach draußen. Es wird dann ein Fuchsbau gesprengt (= Füchse werden gewaltsam herausgejagd). Sollten dem Jäger die Welpen der eventuell geöteten Fuchsmutter in die Hände fallen, werden diese erschlagen. Siehe hierzu http://www.wir-fuechse.de/jagd/schliefanlage.htm FAZITDie Jagd ist Tierquälerei und keine Notwendigkeit. Die Jagd sowie die Jagdsprache (Stück = Anzahl getöteter Tiere, Luder = getötetes Tier, was zum Anlocken von Raubwild dient ec.) sind ein Relikt des Mitelalters und genau dort gehört die Jagd hin. Ganz sicher gehört die Jagd aber nicht mehr ins 21. Jahrhundert, denn die Herrenzeit ist eine lang vergessene Zeit und wir schreiben das Zeitalter des ethischen Tierschutzes. Jagd ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit (Prof. Dr. Theodor Heuss, 1. Präsident der Bundesrepublik Deutschland) FORDERUNG Wir fordern "Natur ohne Jagd" Weiteres Bild und Textmaterialhttp://www.wir-fuechse.de/jagd/jaegerlogik/wie_jaeger_toeten.htm Brillianter Leserbrief zur Jagd und Jäger im Mindener Tagesblatt: Geschichtslastiger Blödsinn Betr.: November ist Haupt- Jagdsaison Ein Jäger vor der Kulisse der untergehenden Sonne - ein dpa-Bild mit Symbolcharakter. Allerdings der dazugehörige Text, dass der November einer der "Haupternemonate" des Jägers sei, zeugt von einer dramatisch versachtlichen Gefühls- und Seelenkälte, die die tatsächliche Sinnfreiheit des Jagens durch eine menschliche Unart des Wegsehens mit marlborohaft romantischer Gleichgültigkeit regelrecht befeuert. Menschen haben grundsätzlich die Möglichkeit, sich zu entscheiden, wem sie sowohl gedanklich als auch im Handeln den Vorrang geben - dem Leben oder dem Töten gleich welcher Gattung. Wenn der Jäger "Hasen ernten" geht, betreibt er Seelenpoker für sich und seine Opfer aus unsterstem Niveau, oder wie könnte man Lustmorden mit Freizeitcharakter noch anders nennen? Das ist Herrendenken längst vergangen geglaubter Quasilegitimation der Gesellschaft und ihrer entsprechenden Gesetze. In diesem Fall das Reichsjagdgesetz von 1934 des Reichsjägermeisters und Naziverbrechers Hermann Göring. Das Ergebnis dieses mentalen Abstumpfungsprozesses ist der gezielte Todesschuss nach der Pirsch mit einer scharf geladenen Waffe öffentlich in Wald und Feld. Rein theoretische Argumente? Dann fangen wir doch morgen praktisch damit an, die Selbstjustizi der Jägerschaft in der gesamten Gesellschaft salonfähig zu machen, die Judikative abzuschaffen und auch dann zu hoffen, das keiner etwas merkt und alles gut geht. Dann wäre diese Gesellschaft auf des Jägers Augenhöhe. Lebewesen per Schusswaffe zu "ernten", ist geschichtslastiger Blödsinn und ein unzeitgemäßes Dominanzgehabe aus niederen Beweggründen.Die vermittelte und hier kritisierte Begrifflichkeit "Haupterntezeit" der jagenden Menschen vermittelt inhaltlich nich den Eindruck, im 21. Jahrhundert zu leben, sondern eber in einem evolutionsfreien Raum. Joachim Rohlfing
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